niedriger Nachhall vs. klaren Raumklang

Erst jüngst sagte mir ein Gymnasiallehrer, der Unterricht in Räumen mit vollflächig bedämpfender Decke sei extrem angestrengend.

Das war nichts Neues. Es hat mir abermals bestätigt, was man „draußen“ im schulischen Alltag immer wieder hören kann.

„normale“ Sprache trägt nur vier Meter weit

Glaubt man einer DIN 18041 und jenen, die diese engagiert vertreten, dann kann das alles nicht sein. Denn Klassenräume sind laut DIN 18041 nicht zu tief – und der Direktschall der Sprache reicht aus, um in Räumen bis ca. 10 m Tiefe für eine gute Sprachverständlichkeit zu sorgen – wenn nur für hinreichend Absorption gesorgt ist. Und diese darf eben in durchschnittlichen Klassenräumen ganz problemlos komplett über die Decke gestellt werden. Laut DIN 18041.

Nun habe ich einen solchen Raum (mit vollflächig bedämpfender Decke gemäß DIN 18041, in der Fassung 05/2004) mit meinem ReFlx-System ausgestattet. Das Reslutat ist ein ruhiger Raum, in dem eine extrem klare Sprachverständlichkeit herrscht. – So muss man die starke Deckenbedämpfung nicht wieder herausreißen, um für Chancengleichheit (schülerseitig) und auch einen optimalen Arbeitsschutz (Lehrkräfte) zu sorgen.

R 222 der Städt. Realschule Waltrop – mit nachgerüstetem ReFlx-System

Auch ein anderer Raum derselben Schule weist nun eine extreme Sprachverständlichkeit aus, der bisher noch gar nicht akustisch berücksichtigt worden war. Es scheint vorläufig so, als empfände man den Raum zwar nicht als so angenehm, weil man sich insgesamt von einer klareren Halligkeit des Raumes stärker abgelenkt fühlt. Aber die Sprachverständlichkeit ist dennoch überragend. – Die Zufriedenheit von Lehrkräften wie auch Schüler*Innen ist noch zu beobachten. Bisher stehen Vorkehrungen in der Corana-Krise einem von anderen Störeinflüssen unbeeinträchtigten (offene Außenfenster und zum Flur hin geöffnete Tür) Hör- und Unterrichtserlebnis entgegen – und verschleiern deshalb den Nutzen, den alle Seiten schon jetzt aus der Sanierung ziehen können.

R 122 der Städt. Realschule Waltrop

Was macht tatsächlich gute Sprachverständlichkeit aus?

Zunächst muss man sich vor Augen führen, dass Sprache nur über 3 bis maximal 4 Meter Distanz zwischen Mund und Ohr auch gut funktioniert. Bei größeren Distanzen leiden bereits die höheren Frequenzen – und damit die Konsonanten. Aber das gesprochene Wort funktioniert nur über die Konsonanten. Die Stimmhaftigkeit von Sprache ist ein unterstützendes Hilfsmittel, aber kein Charakteristikum von Sprache.

Ein geringer Nachhall geht regelmäßig einher mit starker Absorption der mittleren und höheren Frequenzen – und damit genau der Konsonanten. Somit führt, je stärker der Nachhall in einem Raum reduziert wird, die gut gemeinte Bedämpfung gerade zu schlechter Sprachverständlichkeit. Und das gilt gerade für Personen, die unter Beeinträchtigungen ihres Hörsinnes leiden. Wer richtig „spitze“ Ohren hat, kann schlechte Sprachverständlichkeit auch besser kompensieren.

klare Sprachsignale können sich gut gegenüber Nachhall behaupten

Parallel aber dürfen sich die enormen quantitativen und qualitativen Störungen, die in den Raumkanten und Raumecken entstehen, nicht über die Sprache und nicht über jegliche Klangereignisse legen. Das Störpotenzial der Raumkanten und -ecken ist das eigentliche Problem. Nicht der Nachhall.

Halligkeit vermittelt Raumgröße und Raumweite – und tut der Seele gut, weil das Unterbewusstsein sich trotz des geschlossenen Raumes frei fühlt. Halligkeit – wider anderslautende Behauptungen – beeinträchtigt Sprachverständlichkeit nicht.

Für wirklich gute Sprachverständlichkeit sollte zusätzlich zur Entstörung der Raumkanten aber genau aus diesen Raumkanten heraus eine Unterstützung mittlerer und höherer Frequenzen gewährleistet werden, um einen wirklich klaren Raumklang zu erzeugen.

Vergleichbares gilt auch für die Musik. Verkürzt könnte man sagen, dass Gesang und auch Instrumente in den mittleren und höheren Frequenzen ihren Ausdruck haben. Die tieferen Frequenzen sind allein Fundament – und Träger von Stimmung. – Man sagt gemeinhin, ein längerer Nachhall trage Musik positiv und volumig. Ist dieser Nachhall jedoch „verunreinigt“ durch die Störungen der Raumkante, so ist das Klangerlebnis eher muffig und unklar, mithin dröhnend. Wird der Raumklang hingegen vom Störpotenzial der Raumkanten befreit UND werden zugleich von den Raumkanten her die mittleren und höheren Frequenzen sogar unterstützt, so ergibt sich ein sauberer und transparenter Klang.

Bahnbrechendes Konzept beflügelt Architektur

Dass auch die Raumakustik ein großes Thema in der architektonischen Entwurfsarbeit ist, ist ein (Selbst-) Verständnis unter Architekt*Innen, das immer mehr um sich greift. Gewiss, in der Umsetzung hapert es noch häufig – aber in der Auffassung sieht es nicht mehr so düster aus, wie Helmut V. Fuchs das 2014 noch beklagen musste:

„Bei der verbreiteten Hochachtung für imposante Architektur und Nichtachtung funktioneller Akustik wird es […] höchste Zeit, dass sich Akustiker schlau und auf den Weg machen, um […] mit entsprechend angepassten Werkzeugen, Materialien und Bauteilen praktikable Problemlösungen anbieten zu können.“ (Fuchs, Helmut V.: ‘Raumakustik und Schallschutz in kleinen bis mittelgroßen Räumen; im ‚Bauphysik-Kalender 2014‘, Ernst & Sohn 2014, Seite 618)

lesen Sie auch: Durch die Raumakustik muss ein Ruck gehen

Ein solches Werkzeug ist mein ReFlx-System. Und unter den verfügbaren Produkten ist dieses das vielseitigste: In schallhart umgrenzten Foyers oder Treppenfluren, aber auch in minimalistischen Entwürfen von Wohnräumen, in denen Sichtbeton, Feinsteinzeuge und Putze Leitlinie sind, kann mit Feinsteinzeugen oder in Glas eine angepasste Akustiklösung ebenso schallhart dafür sorgen, dass die Weite und Großzügigkeit solcher Entwürfe erhalten bleiben – bei entstörtem und klarem Raumklang. – Wenn ich also schon im Wohnbereich bin: Bieten Sie Ihren Kunden die bestmögliche Grundlage für maximalen Genuss von Musik oder Heimkino.

Oder folgen Sie den Vorlieben Ihrer Auftrag gebenden Seite, indem Sie mit Holz eine Wärme und Heimeligkeit, eine Erdung und Bodenständigkeit im räumlichen Umfeld nicht nur symbolisch verankern: Mit unbelasteten Holzwerkstoffen.

Der Architektur bietet sich endlich die Möglichkeit, über die Raumkanten einen Raum akustisch zu entstören, ohne dem Raum Charakter und Interaktion mit dem darin agierenden Menschen zu nehmen.

der Mensch ist Ankerpunkt und Fokus architektonischer Kreativität

ReFlx-System in Glas auf Edelstahlträgern

Zurückhaltende Eigenständigkeit

Das außerordentliche akustische Störpotenzial der Raumkante lässt sich auch komplett schallhart bewältigen.

Wo also Ausführungen in Holzwerkstoffen nicht in Frage kommen, da lässt sich das neuartige Konzept in Glas oder in Feinsteinzeug realisieren. Das Ziel – die Entstörung der Raumakustik über die Raumkante – wird dennoch erzielt.

Ich gehe davon aus, dass solche Lösungen durchschnittlich eher weniger in Kommunikationsräumen gefragt sind, in denen Wohlbehagen auch vom Werkstoff ‚Holz‘ mitgetragen wird – ganz gleich, ob nun in unterschiedlichem unbehandeltem Holz, je nach Vorliebe und Raumvorgaben, oder ob zum Beispiel weiß lasiert, so dass nur noch die Maserung zurückhaltend, aber mit Charakter zu uns spricht.

Solche Lösungen in Feinsteinzeug oder Glas kommen eher dort zum Tragen, wo man einerseits die hallig klingende Weite und Großzügigkeit von Räumen nicht nur als notwendiges Übel in Kauf nimmt, sondern gerade begrüßt – in Foyers, Eingangshallen, Fluren zum Beispiel. Dort aber lohnt es sich – und macht einen entscheidenden Unterschied in seiner Wirkung auf den Menschen aus: Den Klang erhalten, der die Weite eines Raumes repräsentiert – aber zugleich den aufdringlichen Lärm bewältigen, der von den Raumkanten ausgeht.

Glas auf Stahlträgern: das ReFlx-System

Ich hatte das vorangestellte Foto bereits gezeigt – in meinem Beitrag „Klares Glas für mehr Transparenz„. Aber wie mag das erscheinen auf hellem Sichtbeton oder einer weißen Wand?

in Glas und Stahl: ein Dummy zeigt das Konzept

Ob die Stahlträger genutzt werden, um Glasscheiben aufzunehmen, oder ob man Feinsteinzeuge wählt, wo sich beinahe grenzenlos Dekore anbieten, um sich vorhandenen Raumentwürfen anpassen zu können… Die Wirksamkeit bleibt gleich, weil die Materialien ähnliche spezifische Gewichte und ähnliche Oberflächeneigenschaften aufweisen.

Das bietet ungeahnte Möglichkeiten, in einem schlüssigen Gesamtentwurf zum Beispiel auch auf solche Herausforderungen wie Betonkernaktivierung akustisch UND ästhetisch in einem Zuge und in angemessener Weise einzugehen.

unaufdringlich: eigenständige Zurückhaltung

Wie massiv oder filigran die tragenden Umfassungen ausfallen müssen, hängt von der Stärke des Stahlblechs und auch von der Größe der Reflektoren ab. Der Dummy zeigt eine Ausführung mit einer Frontscheibe von 40 cm in der Höhe und 60 cm in der Breite. Aus ästhetischen Gründen empfehle ich für einen Raumentwurf hier ab 80 cm, eher 100, gar 120 cm Breite. Und wenn ein höherer Raum auch eine höhere Reflektorfläche (von 50 oder gar 60 cm) erfordert, dann wiederum sollte die Breite entsprechend gestreckt werden.

Der Dummy zeigt die Wahl von 4 mm dünnem Stahlblech. Gut vorstellbar sind je nach erforderlicher Belastbarkeit 5 mm oder gar 6 mm Stärke, ohne dann klobig zu erscheinen.

Entweder bringt Edelstahl seinen eigenen Charakter ein – und besticht durch seine unbegrenzte Langlebigkeit. Mit Kunststoffbeschichtungen in weiß oder sehr hellem Grau kann deutlich günstigerer Standard-Stahl hinreichend geschützt und optisch unauffällig umgesetzt werden.

Der Grund für die Umfassung der Scheibe oben und unten klammerartig ist banal – und durchaus entbehrlich: Auf diese Weise ist nicht erforderlich, aufwändig in Glas oder Feinsteinzeug Bohrungen einzubringen. Aber auf Wunsch können selbstverständlich andere Befestigungen geleistet und somit die Präsentation des ReFlx-Systems noch unscheinbarer gestaltet werden. Wie man das ja auch vergleichbar von Befestigungen kennt, wenn Treppen und Galerien mit Glasflächen abgesichert werden.

Akustikdecken zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Im Wortsinn pendelt das Resultat akustischer Bedämpfungen irgendwo zwischen Wunsch und Wirklichkeit ein, wenn Kommunikationsräume aufwändig und kostenintensiv über so genannte Akustikdecken im Sinne von Arbeitsschutz und Sprachverständlichkeit eingerichtet worden sind.

Solche Kommunikationsräume können Aufenthaltsräume in Mischfunktion sein, Besprechungsräume, Klassenräume… Oft geht es nicht allein um eine gute Sprachverständlichkeit, sondern in der Musikpädagogik auch um eine hohe Transparenz von Musik oder Stimme.

DIN-gerecht werden in solchen Räumen, häufig über vollflächig bedämpfende Decken, niedrige Nachhallzeiten eingestellt, außerdem ein möglichst großer Lautstärke-Abstand zwischen Störgeräuschkulisse und dem direkten Sprachsignal. Ganz besonders gilt das, wenn z. B. im Hörsinn beeinträchtigte oder Hörgeräte tragende Schülerinnen und Schüler im regulären Unterricht inkludiert werden.

in Kommunikationsräumen stets zunächst angenehm, auf Dauer aber kontroproduktiv: Akustikdecken

Insbesondere Lehrkräfte kennen die Erleichterung, die man erlebt, wenn in älteren, zuvor akustisch nicht ausgestatteten Räumen endlich akustische Maßnahmen durchgeführt worden sind. Endlich Ruhe!

Aber allmählich keimt die Erkenntnis, dass man sich diese Ruhe mit großer Anstrengung jeden Tag hart erarbeiten muss: Fortan spricht man permanent lauter, versteht umgekehrt auch Schülerinnen und Schüler schlechter, die etwa ab Mitte bis hinten in einem Raum sitzen – und muss häufiger nachfragen oder umgekehrt selbst Sätze wiederholen, die schülerseitig nicht verstanden worden sind.

Das Dilemma: Sprache funktioniert über Konsonanten. Die sind energiearm und überwiegend mittel- bis höherfrequent. Aber genau diese mittleren und höheren Frequenzen werden von Akustikdecken am stärksten absorbiert.

Ehe man nun mit aufwändigen baulichen Maßnahmen, einschließlich einer häufig nicht eben billigen Entsorgung, noch einmal von vorn beginnt, geht es auch einfacher, sauberer, schneller, günstiger: Mit dem ReFlx-System lässt sich ein solcher überdämpfter Raum akustisch so trimmen, dass endlich eine optimale Sprachverständlichkeit erzielt wird.

Das ReFlx-System bringt die Konsonanten zurück: optimale Sprachverständlichkeit

Dieses Raumbeispiel zeigt, wie’s geht: ReFlx bringt dem Raum die Konsonanten zurück – und bietet somit nun eine herausragende und in dieser Form bisher unbekannte Sprachverständlichkeit in den (in diesem Fall: leicht) überdämpften Raum.

Sprachverständlichkeit wiederherstellen

… in bereits akustisch bedämpften Räumen – das geht!

Das klingt auf den ersten Blick widersprüchlich, denn in akustisch behandelten Kommunikationsräumen sollte Sprachverständlichkeit ‚par excellence‘ herrschen. Doch das Gegenteil ist häufig bis überwiegend der Fall: „Der Unterricht in solchen Räumen ist extrem anstrengend“, so ein Lehrer über Räume mit vollflächig akustisch bedämpfenden Decken.

Aber der eine, der das geäußert hat, stellt keine Ausnahme dar: Immer wieder hört man solche und noch deutlichere Worte, insbesondere wenn im Sinne der Inklusion von Hörgerät tragenden Schülerinnen oder Schülern noch einmal stärker bedämpft wird. – Allein, man hört das praktsich nur hinter vorgehaltener Hand. Denn niemand möchte dafür angesehen werden, sich gegen Inklusion auszusprechen. Das tun sie alle nicht!

Sprachverständlichkeit wiederhergestellt: Video vermittelt ersten Eindruck

Die Inklusion von Schülerinnen oder Schülern, die im Hörsinn beeinträchtigt sind, wird in der Tat überall begrüßt. Und man ist erfreut, dass die Investition in raumakustische Maßnahmen überwiegend durch Fördermittel für den Schulträger erleichtert wird. Aber mit dem Ergebnis rechnet kaum jemand…

Ich habe nun jüngst einen ganz durchschnittlichen Raum, der mit akustisch vollflächig bedämpfender Decke ausgestattet worden war, sozusagen „wiederhergestellt“ – mit meinem ReFlx-System. Dabei klingt „wiederhergestellt“ ein wenig missverständlich. Denn es hatte seinen guten Grund, dass man irgendwann die akustische Beruhigung des Raumes beauftragt hatte.

Vergleich vor und nach der Ausrüstung mit dem ReFlx-System: hier geht’s zum Video

Aber je mehr Schall – und insbesondere über die Decke – absorbiert wird, desto dumpfer wird der Raumklang. Das heißt: Die mittleren und höheren Frequenzen werden ganz überwiegend absorbiert, so dass schlussendlich die Sprachverständlichkeit immer problematischer wird. Ganz unwillkürlich sprechen Lehrkräfte lauter. Und das permanent. Das reibt in der Kehle und das raubt die Kraft. Das Unterrichten wird zur Last: konditionell und gesundheitlich.

Aber umgekehrt muss man auch umso mehr die Ohren spitzen und sich umso stärker konzentrieren. Auch wird häufiger nachgefragt, weil mal auf Schülerseite, mal auf Seiten der Lehrkräfte etwas nicht verstanden werden konnte. Das stört den Unterrichtsablauf – und schmirgelt unbemerkt am Nervenkostüm.

akustisch vollflächige Bedämpfungen nehmen dem Raum die Sprachverständlichkeit

Nach dem Einbau meines ReFlx-Systems (siehe Bild oben) ist nicht nur der Raum tatsächlich entstört, sondern die mittleren und höheren Frequenzen werden sehr deutlich unterstützt. Somit gelangt man zu einer hohen Deutlichkeit der Konsonanten: Der Grundton der Stimme, der für die Sprachverständlichkeit ohnehin einen nur sehr kleinen Beitrag leistet, tritt in den Hintergrund.

Ein angenehmer Nebeneffekt für diese Variante meines ReFlx-Systems ist, dass deutlich kostengünstiger vorgegangen werden kann: Auch wenn man, um die verbliebene Halligkeit noch weiter zu reduzieren, doch Absorption wünscht, so braucht man davon nun aber – und nur ergänzend – viel weniger. Das wirkt sich wiederum sehr positiv auf die Gesamtkosten einer solchen Maßnahme aus.

Mit schadstofffreiem Dekorwachs weiß getrimmt, ist ReFlx noch zurückhaltender im Raum.

Klares Glas für mehr Transparenz

Wo das ReFlx-System in Glas und Stahl umgesetzt wird, da gewinnt der Begriff der „Transparenz“ seine ganze Bedeutung – und wird von wörtlich bis zum übertragenen Sinne voll ausgeschöpft:

ReFlx-System (Dummy) in Klarglas an Stahlträgern

Erstens: Sich die Klarheit des Glases zunutze machen – um entweder die Raumkante weiterhin zeigen zu können, oder aber um die dahinterliegende Scheibe in Milchglas zu präsentieren, die ihrerseits in kleinerem Format die Kante selbst verdeckt. Der verdeckende Charakter des Milchglases kann mitgenutzt werden, um Beleuchtungskonzepte umzusetzen. – Die Transparenz des Materials selbst, ob nun mineralisches Glas oder Acryl-bzw. Plexi®-Glas.

Zweitens: Das offene Bekenntnis für so etwas wie Arbeitsschutz – und natürlich auch für das Wohlbefinden der Belegschaft. Ruhig zeigen, dass man und wie man sich für eine ruhige Arbeitsumgebung und für das Wohlbefinden seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzt – und ruhig zeigen, wenn einem das, etwa in Glas und Stahl, auch ein paar Euro mehr wert ist. – Die Transparenz in der Konstruktion.

Drittens: Die Transparenz des Raumklanges. Denn ein klarer Raumklang ist nicht nur angenehm, sondern sorgt auch automatisch dafür, dass alle Beteiligten in einem Raum sich leiser verhalten: Leiser sprechen, weil man sich mit weniger Anstrengung sehr gut verständlich machen kann. Leiser laufen oder leiser mit dem Nachbarn tuscheln, weil man schon aus sich heraus die Gruppe und alle im Raum Beteiligten weniger stören möchte (hier geht es auch um Achtsamkeit). Aber am Ende nicht zu vergessen, für Musik- oder auch Videovorträge: Musik wird in einer bisher ungewohnten Klarheit getragen und verliert, auch weniger laut abgespielt, keine Details mehr. – Die Transparenz in der Akustik.

Das in der Fotografie am Dummy demontrierte System wird schlussendlich den Erfordernissen angepasst, so etwa in der Breite (im Dummy nur 60 cm, könnte bei derselben Höhe etwa in 100 oder in 120 cm, gar in 150 cm Breite gewählt werden) – oder auch, je nach der Raumgröße und den einhergehenden akustischen Störungen, in der Höhe (im Dummy 40 cm, könnten in größeren oder höheren Räumen 50 oder 60 cm erforderlich sein, um die Raumkanten angemessen zu beruhigen). Der innenliegende Schild (im Dummy: 24 cm) würde dann mit 30 oder 36 cm Höhe angepasst.

einer der zahlreichen Versuche im Vorfeld: ReFlx-System, komplett schallhart mit Feinsteinzeugen

Der oben gezeigte Versuchsaufbau mit Reflektoren aus Feinsteinzeug hatte bereits klar gezeigt, dass und wie das System funktioniert. Der entsprechende Musterschutz umfasst die Ausführung in unterschiedlichen Materialien, so auch in Glas, mit Aufhängungen zum Beispiel aus per Laser passgenau geschnittenen Formteilen aus Stahlblech (vorzugsweise Edelstahl, weil sie dann unbegrenzt wartungsfrei sind).

Der am Dummy gezeigte zweiteilige Aufbau der Träger hat den Vorteil, dass der innenliegende Reflektorschild erst eingelegt wird, wenn er nach vorn gegen Herausfallen gesichert ist. Nicht zuletzt dadurch werden für die Montage Arbeitsbedingungen geschaffen, die Unfallrisiken und Materialverluste minimieren. Der vordere Reflektor wiederum muss nur eingegelegt werden. Es müssen also keine riskanten und deshalb verhältnismäßig teuren Bohrungen vorgesehen werden.

Zwischenschritt: Einlegen des inneren Reflektors

Feinsteinzeug hatte ich für meine Versuche gewählt, weil es mit seinen spezifischen Gewichten der Schwere von Glas sehr nahe kommt und mir für weniger Geld mindestens vergleichbare Ergebnisse bieten konnte. Allerdings haben die sehr dünnen Platten aus Feinsteinzeug Eigenschwingung aufgenommen (die man, technisch betrachtet, leicht hemmen oder auch beseitigen kann). Bei der Verwendung von Verbundsicherheitsglas (VSG) und dann zudem für den vorderen Hauptreflektor in größerer Dicke (die Feinsteinzeuge im Versuchsaufbau waren nur 9 mm dünn) spielt die Eigenschwingung des Materials eine untergeordnete bis gar keine Rolle mehr: Die dauerelastischen Zwischenfolien im VSG wirken sich schwingungshemmend aus.

Selbstverständlich sind die im Versuchsaufbau von mir gewählten Feinsteinzeuge zu klein für „reale“ Raumanforderungen, mit Höhen der Reflektoren von nur 24 (vorn) bzw. 16 cm (innen). Für den Versuchsaufbau und den relativ kleinen Raumabschnitt jedoch waren die Ergebnisse hinreichend aussagekräftig. Als vorteilhaft wiederum erwies sich, dass es günstige Standardformate waren, die auch nicht zu schwer sind, damit ich mit sehr vereinfachten Trägern aus Holz arbeiten konnte. – Für „reale“ Anwendungen sind Feinsteinzeuge auch in 40 und 60 cm Höhe als serienmäßige Standardprodukte erhältlich, um mit Materialstärken von 20 mm. In Glas wiederum kann man sich ohnehin jedes erforderliche Maß fertigen lassen.

ReFlx-System gewährleistet beste Sprachverständlichkeit

In einer von der Stadt Waltrop getragenen Schule gibt es drei unterschiedliche Räume, die alle auf ihre Weise die hervorragende Sprachverständlichkeit unter Beweis stellen, die das neuartige ReFlx-System von Raumakustik Premium gewährleistet.

In einem Raum der zuvor keine akustische Berücksichtigung erfahren hatte und schlicht in der gewohnten Weise miserabel war im Hinblick auf Sprachverständlichkeit und den damit einhergehenden Stress, ist ausgestattet mit den so genannten C-Cases.

Raum 116 bietet Lehrkräften und der Schülerschaft nun eine herausragende Sprachverständlichkeit.

hier geht es zum Video

Das C-Case stellt sozusagen die 2. „Evolutionsstufe“ für das neue Konzept dar, Räume sowohl über die Raumkanten zu beruhigen, als auch durch die Schall reflektierende und in einem wohl ausgewogenen Winkel angestellten Frontabdeckungen Schall sinnvoll in den Raum zurückzuwerfen. Das unterstützt für musikalische Darbietungen oder Untermalungen (z. B. Videos als Lehrmaterial) die sehr klare Tonwiedergabe – bietet aber vor allem eine hohe und reine Sprachverständlichkeit, die man so bisher ohne Hinzuziehung elektroakustischer Unterstützungen nicht gekannt hat.

eine Weiterentwicklung mit besonderem Bonus: das ReFlx-System

Eine konsequente Weiterentwicklung stellt das ReFlx-System dar, das mit größeren Reflektorflächen und ganz ohne Resonanz auskommt. Denn vorbehaltlich künftiger, genauerer Untersuchungen deutet sich an, dass ein Raum von einer Größe eines Klassenraums, also beispielsweise runden 60 qm Fläche bei Raumhöhen zwischen 3,00 und 3,40 m, auf den Einfluss von Resonanz gut verzichten kann. Resonanz wird erst dann wieder relevant, wenn man mit deutlich (!) mehr Oberfläche und Resonanzvolumen einer Frequenzumwandlung ein Gewicht einräumt.

R 122, mit ReFlx-System, ist stärker entstört + bietet noch einmal verbesserte Sprachverständlichkeit.

Nicht nur: In diesem Preis-Leistungsverhältnis gibt es keine bessere Sprachverständlichkeit…

Video zu Raum 122 hier

… sondern tatsächlich überhaupt kann diese Klarheit für sprachliche Kommunikation andernfalls nur erreicht werden, falls additiv teure elektroakustische Anlagen einbezogen würden. Und auch die Klarheit für Musikwiedergaben oder Musikvorführungen ist einmalig und konnte in dieser Weise bisher nicht realisiert werden.

auch zur akustischen Wiederherstellung geeignet: ReFlx

Einbau des ReFlx-Systems – gerade wegen der vollfächig akustisch wirksamen Decke

Ein weiterer Raum ist mit dem ReFlx-System akustisch so wiederhergestellt worden. Zuvor auch dem Arbeitsschutz durch die Ausrüstung mit vollflächig bedämpfender Decke nur noch unzureichend entsprochen, herrscht hier jetzt eine außerordentliche Sprachverständlichkeit. Die höheren Frequenzen (= Konsonanten) wurden zu stark absorbiert, so dass trotz der an sich als angenehm empfundenen Arbeitsatmosphäre bisher permanent mit hoher Sprechanstrengung unterrichtet werden musste.

Demo-Video zu Raum 222 hier

Nicht minder profitiert man selbstverständlich auch schülerseitig durch die nun hohe Sprachverständlichkeit. Kaum ein Aspekt spielt in der Unterrichtung eine größere Rolle, wenn es um Chancengleichheit geht, als die gute Sprachverständlichkeit.

Und hier noch ein ganz anderes Anwendungsbeispiel:

OGS der Lindgren-Schule, Haus 2, in Waltrop

Der Betreuungsraum einer OGS bot besondere Schwierigkeiten, nicht zuletzt wegen zweier großflächiger Dachschrägen. Auch die Länglichkeit des Raumes trägt dazu bei, dass der negative Einfluss der Raumkanten überproportional stark durchschlägt – im Verhältnis zur Raumgröße. Nach der Beruhigung der Raumkanten mit dem ReFlx-System (zum Video hier) ist der Raum nicht ohne Nachhall, klingt somit noch immer angenehm groß und weit – und besticht durch seine Klarheit des Raumklanges: Die hohe Sprachverständlichkeit öffnet neuen pädagogischen Konzepten die Tür.

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Ein besonderer Vorteil des Systems ist, dass man bei Bedarf sogar mit komplett schallharten Materialien vorgehen kann – das heißt: etwaig auch in > Glas.

Wer Holz möchte, aber zurückhaltender: Oberfläche mit schadstofffreiem Dekorwachs weiß getrimmt.

Klassenraum: Noch mehr Sprachverständlichkeit

Jüngst fertig geworden: Ein Klassenraum mit meinem ReFlx-System. Es bietet noch klarere Sprachverständlichkeit als das C-Case.

In Klassenräumen und Besprechungsräumen von 50 bis 70 Quadratmetern macht dieses ReFlx-System mehr Sinn. In kleinen Klassenräumen (zum Beispiel für Klassenstärken von 12 bis 16 Schüler*innen) mit maximalen Raumtiefen um 6 Meter oder in entsprechenden Besprechungsräumen für die Wirtschaft oder den öffentlichen Raum macht das C-Case weiterhin Sinn.

eine bisher nicht gekannte Klarheit für Sprache / Musik / Video

Bitte sprechen Sie mich an, damit wir sinnvoll abwägen können, welches System für Sie das bessere oder sinnvollere ist.

Hier geht es zum Video (Youtube), mit dem Sie sich einen ersten Eindruck vom ReFlx-420/600/35°mx verschaffen können.

Ohne elektroakustische Unterstützung, also wie gewohnt in der freien Sprache für Lehrkräfte und Schüler herrscht in einem mit dem ReFlx-System ausgestatteten Klassenraum eine bisher unerreicht klare, saubere, deutliche Sprachverständlichkeit.

Das ReFlx-System ist in dieser Ausführung ausschließlich aus belastungsfreien Holzwerkstoffen hergestellt. Die Hängung erfolgt auf einer handelsüblichen Winkelstahlprofilleiste (verzinkt).

Durch die Raumakustik…

„Durch die Raumakustik muss ein Ruck gehen“ – so der Titel meines jüngsten Buches. Mit Kritik an einer DIN 18041 – die nicht neu ist, aber offenbar neu in dieser umfangreichen Form. Mit Kritik an den vorhandenen Modellen und Berechnungen zur Raumakustik, derweil bisherige Ansätze nicht zu dem führen, was uns eine DIN 18041 verspricht, nämlich zu guter Sprachverständlichkeit.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Vorgabe, der Arbeitsschutzregel „ASR A3.7“, die zwar Grunderwartungen an den Gesundheitsschutz in den Raum stellt, sich aber technisch letztlich nicht festlegt, scheint eine DIN 18041 technische Weiterentwicklungen nicht zu kennen – oder möchte diese nicht zulassen.

Wichtiger noch als konkret die Kritik am Regularium ist hingegen die Kritik an den physikalischen Grundlagen zur Raumakustik. Ich zeige Mängel auf, ich biete neue Perspektiven und gebe Richtungshinweise für einen neuen Blick auf Schall und auf die Raumakustik. Denn die bisherigen Betrachtungen und Modelle haben wesentliche Aspekte nicht berücksichtigt, so dass die gesamte mathematisch-theoretische Betrachtung zur Raumakustik seit den 1920er Jahren in eine falsche Richtung gelaufen ist. So hat sich ein sehr unvollständiges Bild ergeben, mit dem man offenbar stets gut rechnen kann – aber keine Raumakustik berechnen, die zu reinem Klang und guter Sprachverständlichkeit führt.

Mit dieser Publikation stelle ich auch mein Konzept vor, zeige vor allem aber neue Ansätze und Lösungswege für die Raumakustik auf.

Hier gibt es eine 20 Seiten umfassende Leseprobe. Das Inhaltsverzeichnis finden Sie dort ebenfalls und gesondert.

ISBN 978-3-347-37097-5 (Paperback) •• nehmen Sie Kontakt mit mir auf (Anruf oder eMail) oder bestellen Sie direkt im Buchshop von tredition. EUR 24,00

ISBN 978-3-347-37099-9 (eBook) •• tredition. EUR 16,00

Zuhause für sauberen Klang + gegen Lärm

In erster Linie kostengünstiges Bauen bringt in Innenräumen auch unangenehmen Lärm und schlechten Klang mit sich. Verschiedene innenarchitektonische Entwürfe sind oftmals außergewöhnlich und ästhetisch in höchstem Maße ansprechend – verschlimmern aber für die Räume die akustischen Probleme.

ReFlx – HolzRS: mit Front in Fichte-Dreischicht, komplett aus unbelasteten Holzwerkstoffen

Gegen schlechte Luft kann man lüften. Manche stellen auch Duftkerzen auf oder nutzen Verdunster, um sich mit Düften zu umgeben, die ihnen angenehm sind. Schlechte Raumakustik hingegen wird duldsam hingenommen – weil es bisher so unglaublich aufwändig war, etwas gegen schlechte akustische Verhältnisse in Räumen zu tun. Dabei ist es ganz einfach, etwas dagegen zu tun.

2 Zutaten für 1 gute Raumakustik

Man muss sich „nur“ in den Raumkanten in der richtigen Weise die Reflexion zunutze machen… und schon sind Lärm, Dumpfheit und ein muffiger, schlechter Raumklang von gestern. Sie sprechen ganz automatisch leiser miteinander, verstehen sich aber dennoch bestens – und sind auch nicht mehr geneigt, Ihre Musik so laut aufzudrehen, weil Sie plötzlich Klänge zu hören bekommen, die Ihnen bisher in dieser Klarheit nur bekannt waren, wenn Sie Kopfhörer genutzt haben. Und das selbst dann, wenn Sie Ihre Musik laut aufgedreht hatten.

in diesem Raumbeispiel: ReFlx als Doppelreflektor in Buchen-Leimbinder, unbehandelt

Ob das nun das Mahlwerk Ihrer Kaffeemaschine ist, die künftig nicht mehr lärmt, sondern lediglich kurz laut ist. Ob es die Kinder sind, die aufgeregt und laut von der Schule erzählen, Ihnen aber bisher alle Geduld und Nervenkraft abgerungen hatten – wegen des Lärms. Ob es Musik ist, die Sie bisher nur in starren Zeitkorridoren genießen konnten, weil – die Musik in allen Tonlagen und allen Instrumenten zu genießen – Sie bisher laute Musik gebraucht hatten. – Bisher hatte man etwa dem wahren Musikliebhaber stets empfohlen, Bassfallen aufzustellen und anschließend die Musik laut aufzudrehen, damit die Bässe noch tragen.

für sauberen Klang in Innenräumen: das ReFlx – System

Fortan trägt der Raum die Bässe – und die Höhen zugleich. Weil Sie fortan die Bässe nicht mehr ersticken, um das bloße Lärmen in den Raumkanten bewältigt zu bekommen. Sondern die Raumkanten rein halten UND die Raumkante nutzen, um sich so etwas wie Erstreflexion im guten, im positiven Sinne zu erschließen. Und weil Sie fortan die Höhen nicht mehr zugleich mit den Bässen ersticken.

Hören Sie, wie sich in dem folgenden Video an, wie sich in einem gewöhnlichen Raum die Raumkanten friedlich zurückziehen und Ihnen die Freundschaft erklären. Und dabei ist das Konzept hier noch nicht konsequent bis zuende ausgeführt. Ich zeige hiermit vorläufig nur die klare Laufrichtung für gute Raumakustik im Wohnumfeld auf, weil eine Dachschräge selbstverständlich noch einmal in besonderer Weise Schall in einen Raum zurückwirft.

missverstanden + unterbewertet: das In-die-Hände-Klatschen

Ganz nebenbei gewinnen Sie durch solche Kantenreflektoren eine außergewöhnliche Wohnung geboten, mit der Sie gut und gern im Kreise Ihrer Freunde, Ihrer Familie, Ihrer Nachbarschaft zum Trendsetter werden:

Verdeckte Kante ist die neue KLARE KANTE

Denn auch ästhetisch ist es ansprechend und strahlt eine wohnliche Wärme aus, wenn Sie mit Holzoberflächen, die Ihrem Einrichtungsstil angepasst sind, für erstklassige Raumakustik in Ihren Räumen sorgen.