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Zielvorgabe: Inklusion

Schwerhörigkeit und Inklusion: Abbildung eines menschlichen Ohres, grobgerastet und in reinen Schwarz- und Weißwerten

Insbesondere für Personen mit Hörschädigung lautet die Zielvorgabe auf kurze Nachhallzeiten, vermeintlich um „gute Hörsamkeit“ (DIN 18041) zu erlangen. Jedoch ist gerade für die Inklusion die Präsenz und Energie der höheren Frequenzen entscheidend – nicht aber ursächlich der Nachhall.

Das ReFlx®-System ist das genau passende Puzzle-Teil, um die Zielvorgabe, nämlich INKLUSION mit Leben zu füllen. Schon in der Entwicklungsphase des ReFlx®-Systems galt als Zielvorgabe, die Sprachkommunikation mindestens maßgeblich zu verbessern gegenüber reinen Kantenabsorbern.

ReFlx® entstört an den kritischsten Stellen UND zugleich verstärkt jene Anteile der Sprache, die für die Verständigung relevant sind. Das ReFlx®-System unterstützt genau jene Anteile von Musik, die Stimmen oder Instrumente lebhaft werden lassen, nämlich die Obertöne. <

Was, wenn sich das Hören im Dunst verliert… ?

Seit eh und je und noch heute lautet in Richtlinien die Zielvorgabe, sehr kurze Nachhallzeiten in Räumen seien gerade wichtig und günstig für Personen mit Hörbeeinträchtigungen. Ganz besonders pochen Fachleute darauf für Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind. Und pauschal werden für die Sprachkommunikation kürzere Nachhallzeiten nahegelegt, als für Musik.

Sind Sie selbst betroffen? Vermutlich sind Sie froh um jede Unterstützung, die Geräusche abmildert und Klänge, Töne und Sprache irgendwie näher bringt. Oder haben Sie – beruflich oder privat – mit Personen zu tun, die mit Hörbeeinträchtigungen leben müssen? Dann erst recht bleibt Ihnen kaum anderes, als vertrauensvoll den so genannten „Experten“ Glauben zu schenken.

Aber solche Experten in Forschung & Lehre können zugleich keinerlei wissenschaftliche Evidenz dafür vorweisen, dass geringe Nachhallzeiten günstig für die Inklusion sind. Und – ob gezielt oder aus Unkenntnis heraus: Solche Experten entwerfen ein falsches Bild von Sprache. Die „Experten“ haben die eigentliche Zielvorgabe ihrer Forschungen aus den Augen verloren.

Am so genannten „Nachhall“ liegt es nicht! Nämlich nicht ursächlich.

„Nachhall“ – kein Kriterium gemäß Zielvorgabe

Wer nun blindlings kurze Nachhallzeiten realisiert, nur weil nach Lehrmeinung kurze Nachhallzeiten gut seien für eine „gute Hörsamkeit“, erzielt genau das Gegenteil. Denn viel Absorption nimmt der Sprache gerade das, was Sprachkodierung ursächlich braucht. Oder: Nimmt dem Raum genau das, was die Klarheit, Reinheit und Tranparenz von Klang ausmacht. Die höheren – und energiearmen – Frequenzen tragen Sprachkodierung und tragen die Obertöne von Musikinstrumenten.

Genau die höheren Frequenzen sind jene Bereiche, in denen Rausch- und Zischlaute und so genannte Plosive* stattfinden.

Schließlich aber sind die höheren Frequenzen auch das, was zu allererst und bereits bei subtil beginnender Schwerhörigkeit verloren geht. Zielvorgabe kann also nicht sein, durch starke Bedämpfung, durch viel Absorption gerade die höheren Frequenzen zu schwächen! Sondern Zielvorgabe ist es, die für Sprache relevanten Frequenzbereiche gerade zu stärken.

Wenn nun Klassenräume oder Besprechungsräume zugunsten der INKLUSION nach DIN 18041 ausgestattet werden, dann raubt die noch einmal stärkere Absorption gerade jenen Personen, die ohnehin schlechter hören, genau das von der Sprache, worauf sie am dringlichsten angewiesen sind. Nämlich vor allem die höheren Frequenzen.

Aber gerade mit den höheren Frequenzen steht und fällt die Klarheit von Raumklang – und die Sprachverständlichkeit.

Elektroakustik für Inklusion: reiner Kommerz

Elektroakustische Hilfsmittel und die induktive Übermittlung von Sprachsignalen an Hörgeräte hat sehr wohl seine Berechtigung. Allerdings nur dort, wo es rein physikalisch nicht anders geht. Also zum Beispiel für Durchsagen in Bahnhofshallen… Oder für Telefone in Mehrpersonenbüros…

Kommunikationsräume benötigen laut DIN 18041 elektroakustische Anlagen mindestens für Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind. In gemäß Norm stark bedämpften Räumen geht deshalb nichts mehr ohne Elektroakustik, weil sie falsch physikalsich ausgestattet sind.

Tatsächlich bedarf es für durchschnittliche Klassenräume oder Besprechungsräume gar keiner Elektroakustik. Mit dem ReFlx®-System lassen sich Räume rein passiv so ausstatten, dass auch Personen schrankenlos eingebunden werden, die auf Hörgeräte angewiesen sind.

Elektroakustik bedeutet zudem einen Teufelskreis in einer Anschaffungs- und einer Spirale der unaufhörlichen Service-Dienstleistungen, von denen man fortan abhängig ist.

Selbst-Betroffenheit als Kompetenz-Garantie?

Aber was ist zu erwarten, wenn selbst Betroffene vehement darauf beharren, der Nachhall müsse zugunsten schwer Hörender noch stärker bedämpft werden? Was erwarten, wenn etwa ein Akustiker, der selbst von Schwerhörigkeit betroffen ist und Hörgeräte nutzt, sich im Normen-Unterausschuss engagiert – und auf kurze Nachhallzeiten besteht? Ja… muss dann nicht korrekt + angemessen sein, was in DIN 18041 „empfohlen“ wird!?

Wo für Kommunikationsräume – also z. B. Seminar- und Besprechungsräume oder Klassenräume – streng nach Norm eine kurze Nachhallzeit realisiert wird, da kehrt schon bald Enttäuschung ein. Denn wer spontan erfreut und erleichtert war über die Ruhe im Raum, ist sehr schnell ernüchtert über den dumpfen Klang der Stimmen. Lauter zu sprechen ist fortan zwar notwendig, strengt aber erheblich an – und hilft nicht wirklich.

Was schon für Normalhörende anstrengend ist, das wird für Schwerhörende oder für Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind, zur BARRIERE.

Zielvorgabe: barrierefrei

Um diese BARRIERE zu überwinden und Inklusion zu ermöglichen, empfiehlt die Norm: Elektroakustik.

Doch die ist nur ein Behelf. Eine optimale Lösung für „Personen mit einem erhöhten Bedürfnis nach guter Hörsamkeit“ (DIN 18041) ist Elektroakustik nicht. Erst der extreme Verlust der hohen Frequenzen durch starke Absorption macht den Einsatz von Elektroakustik unausweichlich.

Dabei muss man sich auch einmal vor Augen führen, was der Einsatz von Elektroakustik für diejenigen bedeutet, die auf Hörgeräte und solche Kommunikationshilfen angewiesen sind. So bedeutet die Sprachinduktion etwa, dass Sprachsignale von Mikrofonen mit einer gewissen Reaktionsträgheit (die Einschaltzeit) stets verspätet einsetzen. Zudem müssen die Betreffenden sich mit einem ständigen Wechsel der Hörsituation abfinden: Hier das direkte Hören einschl. Umgebungsgeräuschen, nämlich mit den eigenen Hörgeräten – dort aber das reine Sprachsignal.

Sprache ist stets energiearm

Ich verweise auf meinen Magazinbeitrag, speziell zum Thema „Sprache“ – und möchte deshalb hier nur knapp anreißen:

Sprache lebt – entgegen überwiegend anders lautenden Behauptungen – ALLEIN von energiearmen und mindestens mittelfrequenten, im Wesentlichen aber hochfrequenten Lautbildungen, die im Mundraum moduliert werden.

Relevanter für das Verständnis – wenn jemand auf Bitten hin das Gesagte noch einmal wiederholt – ist, dass man das Gesagte noch einmal gehört wird, das Gehirn also die Sprachbotschaft noch einmal nach bekannten Mustern absuchen kann.

Die schwachen Zisch-, Rausch- und Klicklaute ebenso wie die Plosive*, die im Mundraum gebildet werden, können durch lauteres Sprechen energetisch kaum verstärkt werden. Tatsächlich profitiert Sprachkommunikation vor allem von einer ausgeprägt disziplinierten Aussprache. Deutlicher, klarer, besser verständlich hingegen wird in der Wiederholung selten gesprochen, gern aber lauter.

Mundraum und Kehlkopf: wo Sprache gebildet wird
Sprache wird im Mundraum gebildet – und ist somit immer energiearm

Die energetische Schwäche der kommunikationsrelevanten Lautbildungen ist, weshalb wir Sprachklarheit nicht dadurch erreichen, dass man sich auf den Direktschall stützt. Genau dieses jedoch – der reine Direktschall – ist das Ideal der Norm (DIN 18041) für durchschnittlich große Klassenräume und Besprechungsräume. So geht aus DIN 18041 ausdrücklich hervor, dass der Direktschall des gesprochenen Wortes bis zu einer Hördistanz von 8 Metern vollkommen ausreiche.

Inklusion braucht nicht Induktion

Tatsächlich reicht regelmäßig der Direktschall bei ruhiger Sprechweise über eine Distanz von 3 bis max. 4 Metern. Das ist auch allen Personen bekannt, die in der einen oder anderen Weise regelmäßig und ursächlich mit Sprache umgehen. Nichts anderes geht aus Fachgesprächen mit aller Regelmäßigkeit hervor.

Das ReFlx®System – derweil es einerseits erst einmal den Räumen das größte Störpotenzial entzieht – verstärkt andererseits genau jene höheren, also die ohnehin energiearmen Sprachanteile. Jedoch rein passiv: ohne Elektroakustik! Ohne Strom und ohne Wirksamkeitseinbußen: Das ReFlx®-System wirkt immer + sofort, bedarf keinerlei Wartung und ist keinem Verschleiß unterworfen.

Obgleich das Reflx®-System so komplex + umfänglich wirkt, bedeutet mit dem ReFlx®-System ‚inklusiv‘ jedoch nicht: exklusiv. Sondern Standard! Weil das ReFlx®-System die effektivste Entstörung eines Raumes UND zugleich die effektivste Stärkung der höheren Frequenzen in einem Zuge leistet, deshalb ist das ReFlx®-System zugleich kostengünstig.

in ALLEN Räumen: blanke RAUMKANTEN stören

Insbesondere für Kommunikationsräume, aber auch für Räume in Mischnutzung ist es wichtig, die Raumkanten nicht nur zu entstören, sondern sich genau dieses Kantenvolumen zu erschließen, um nützliche Schallanteile zu verstärken. Solche Räume in Mischnutzung sind z. B. kleinere Mensen, die auch für Versammlungen genutzt werden, oder sind Foyers, die auch für Empfänge und Feiern mitgenutzt werden, oder, oder… –

Auf diese Weise verliert die alte Mär vom Nachhall gänzlich ihren Zauber:

Nachhall ist auch für Personen mit Hörschädigung ein zweitrangiges Kriterium. Denn ein klares und zeitlich nur leicht versetztes Signal, das die Reflexion einbringt, nutzt das Gehirn zusätzlich zur Entschlüsselung von Sprache konstruktiv. Durchaus anderen Behauptungen aus der Fachbranche zum Trotz: Auch von Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind. Und insbesondere dann, wenn zugleich weniger störende Überlagerungen präsent sind.

ECHTE Inklusion ist sooo einfach

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* Selbst in der Fachliteratur taucht immer wieder der Begriff „Explosivlaut“ auf. Der ist sachlich falsch und fachlich nichts. Wenn Wörterbücher den „Explosivlaut“ sehr wohl listen, dann rein resignativ gegenüber Umgangssprache. Korrekt ist der Begriff „Plosiv“.

(entnommen: WAHRIG – Deutsches Wörterbuch; Bertelsmann 2011)