Schall & Raum

Es ist vielleicht einer der unscheinbarsten Umbrüche, weil ich auf den ersten Blick schlicht Kantenabsorber anbiete. Und solche gibt es schon lange…

ReFlx – das einzige System, mit dem Sie sowohl Lärm bewältigt, als auch in ein und derselben Ausstattung außerordentliche Sprachverständlichkeit + bisher ungekannte Klarheit von Raumklang erlangen können.

Die Raumakustik – hier einmal als Branche und zugleich auch Forschungsrichtung auf diesen Begriff heruntergebrochen – erliegt einigen Irrtümern über Schall und Raumklang. Und so kommt es, dass man sich noch immer an Begriffe wie Nachhall und an die Absorption von Schall klammert. – Reflexion spielt, manchmal, auch eine Rolle.

mein ReFlx-System in Glas an Stahlträgern

Natürlich muss mich von der einen oder anderen Seite sogleich der erboste Gegenschlag treffen: „Ja, sind die denn alle blöd!?“ – Nein, sind sie nicht!

in einem Klassenraum: das ReFlx-System in Holzwerkstoffen, hier mit unbehandelter Fichtenoberfläche

Mir bleibt hier nur, Daniel J. Boorstin (US-amerik. Historiker, 1914 – 2004) zu zitieren, um zu versuchen, die Wogen zu glätten: „Das größte Hindernis für Entdeckungen ist nicht die Unwissenheit – sondern das Trugbild von Wissen.“
(siehe: Ochsenfeld, Gerhard: Durch die Raumakustik muss ein Ruck gehen; S. 519/520)

Ich bin sozusagen als Quereinsteiger zur Raumakustik gelangt. Und so mag man fragen, weshalb ich mich dann nicht lieber bescheiden an die Regel und Norm halte – und der Wissenschaft vertraue, der schließlich am Ende solche Regeln und Normen entsprungen sind.

„Die Norm [eig. Anm.: DIN 18041] berücksichtigt den aktuellen Kenntnisstand bezüglich Hörsamkeit und Inklusion. Eine vollständig wissenschaftlich begründbare Ableitung […] ist zurzeit nicht bekannt.“ (Nocke, Christian (Hrsg.): Hörsamkeit in Räumen – Kommentar zu DIN 18041″, Beuth Verlag, 2018)

Drei wesentliche Fragen treiben mich an, seit ich mich mit der Raumakustik befasse: Zum einen fehlte mir in der Norm die angemessene Berücksichtigung jenes Störpotenzials, das die Raumkante – und seit Jahrzehnten bekannt – besitzt. Zum anderen stellte sich mir die Frage, wie man Sprachverständlichkeit durch den Einbau passiver Mittel würde maximieren können. Und schließlich müssen Lösungen nicht allein zweckmäßig sein. Die Frage ist legitim, ob sich Lösungen finden lassen, die in einer ästhetisch zurückhaltenden Weise der Raumkante ihre störende Kraft nehmen.

Ich habe Antworten gefunden. Nicht darauf, wer oder was Schall denn nun wirklich sei. Sondern darauf, wie man mit Schall am besten umgehen kann. Ich schränke ein: insbesondere in kleinen und mittelgroßen Räumen.

Damit bekommt nun auch die Architektur ein weiteres und zentrales Werkzeug in die Hand, um den Menschen noch konsequenter und vom Beginn der Entwurfsarbeit an in den Mittelpunkt zu stellen.

zum Beispiel mit dem ReFlx-System in Glas und Stahl

von der Freiheit, kein Physiker zu sein

Gern hätte ich schließlich auch erklärt, auf welcher physikalischen Grundlage meine Entwicklungen funktionieren. Aber letztlich hat sich mir mit der Fachliteratur der Eindruck aufgedrängt, dass es der Physik zwar gelungen ist, ein Lösungskonzept zu entwerfen… das aber wesentliche Probleme des Alltags immer wieder gar nicht oder nur unzureichend abdecken kann. Ein hervorstechendes Problem etwa ist das der Sprachverständlichkeit in so genannten Kommunikationsräumen.

Ich habe vielmehr – und ganz besonders im Rahmen meiner intensiven Recherchen für meine Publikation – den Eindruck gewonnen, dass niemand je den Schall wirklich verstanden hat. Und das auch auf keinen Fall zugeben möchte. Dieser Eindruck mag falsch sein. Auffallend ist jedoch, wie um gewisse Details nebulös herumnavigiert wird, oder – mithin schlimmer – aufwändige Erklärungskonstrukte bemüht werden, die aber zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten nicht auflösen und gar mit ganz neuen Problemen im Alltag konfrontieren.

Ochsenfeld, Gerhard: Durch die Raumakustik muss ein Ruck gehen, 2021 im Selbstverlag (> Tredition) • Seiten 8/9 und 519/520

Ich muss also einmal hervorheben: Es ist nicht beschämend, nicht zu wissen, was Schall denn nun genau ist und wie er funktioniert. Denn Schall kann man nicht sehen. Das ist ganz ähnlich wie, zum Beispiel, in der Teilchenphysik: Man ist darauf angewiesen, anhand anderer Auswirkungen (Druckpegel am Messort) auf Art und Verhalten von Schall lediglich Rückschlüsse zu ziehen. Der Schall selbst ist und bleibt: unsichtbar.

nur eine – vielleicht schlechte – Parabel:

Der Luftdruck in einem Pkw-Reifen ist konkret messbar. Aber man stelle sich vor, er wäre eben nicht messbar. Angenommen, man müsste den Reifendruck bestimmen anhand dessen, wie der Reifen sich nach Augenschein eindrückt. Man könnte Fahrzeugdaten abrufen (Gewicht; Achsverteilung etc.), könnte sich über den konkreten Reifen schlau machen, um abzuleiten, wie stark der Reifen dazu neigt, an der Standfläche einzudellen… Von mir aus noch vieles andere. Nur: Jegliche physische Überprüfungen konkret am Reifen und insbesondere an der im Reifen komprimierten Luft wären nicht möglich.

Und nun ist Ihre (Lebens-) Aufgabe, an Fahrzeugen die Reifen korrekt aufzupumpen. Davon hängen Ihr Einkommen und auch Ihre Reputation ab. Denn schließlich ist ein korrekter Reifendruck ein wesentlicher Aspekt der Fahrzeugsicherheit. Ein nicht korrekter Reifendruck ist ein Unfallrisiko.

Wer weiß, was Schall ist? – Wer weiß…

Stark vereinfacht: Es ist Luftdruck. So viel weiß man. Aber wie weit reicht diese Kenntnis? Insgesamt weiß man doch am meisten über den Schall nur so ungefähr oder gar nicht. Und das, obgleich man unermesslich viel Wissen über den Schall zusammengetragen hat…

Es wird also kaum leicht ein Physiker zu finden sein, der die Akustik seine Profession nennt – und freizügig einräumen mag, den Schall eigentlich nicht recht entschlüsselt zu haben. Das ist so gut verständlich wie auch problematisch.

Und es ist menschlich und verbreitet. Offenbar nicht nur in der Physik. Aber eben gern auch dort: Sabine Hossenfelder, theoretische Physikerin, etwa beklagt den Stillstand in der Physik (Hossenfelder, Sabine: Das hässliche Universum). – Gern auch diesbezüglich: Nur mit einem halben Kapitel widme ich mich einem Vortrag von Frau Hossenfelder – in meinem Buch.

die Lösung für beste Sprachverständlichkeit

R 122 ist ausgestattet mit dem ReFlx-System in reinen Holzwerkstoffen

Mein Konzept beweist sich bereits in unterschiedlichen Räumen – und besticht mit überragender Klarheit des Raumklangs und einer bisher nicht gekannten Sprachverständlichkeit. Die Aussagen von Personen mit (deutlichen) Hörschäden, mit und auch ohne Hörgeräte, decken sich, die Sprachverständlichkeit betreffend – und konterkarieren Aussagen einer DIN 18041 zur Inklusion von Personen mit Hörschäden.

Und: Es funktioniert auch komplett schallhart: in Glas und Stahl. Oder mit Feinsteinzeug statt des Glases.

Schauen Sie sich gern auf meiner Website um – oder nehmen Sie Kontakt zu mir auf. Telefonisch gern mobil: 0160 – 785 1447. Oder Kontaktdaten hier.