niedriger Nachhall vs. klaren Raumklang

Erst jüngst sagte mir ein Gymnasiallehrer, der Unterricht in Räumen mit vollflächig bedämpfender Decke sei extrem angestrengend.

Das war nichts Neues. Es hat mir abermals bestätigt, was man „draußen“ im schulischen Alltag immer wieder hören kann.

„normale“ Sprache trägt nur vier Meter weit

Glaubt man einer DIN 18041 und jenen, die diese engagiert vertreten, dann kann das alles nicht sein. Denn Klassenräume sind laut DIN 18041 nicht zu tief – und der Direktschall der Sprache reicht aus, um in Räumen bis ca. 10 m Tiefe für eine gute Sprachverständlichkeit zu sorgen – wenn nur für hinreichend Absorption gesorgt ist. Und diese darf eben in durchschnittlichen Klassenräumen ganz problemlos komplett über die Decke gestellt werden. Laut DIN 18041.

Nun habe ich einen solchen Raum (mit vollflächig bedämpfender Decke gemäß DIN 18041, in der Fassung 05/2004) mit meinem ReFlx-System ausgestattet. Das Reslutat ist ein ruhiger Raum, in dem eine extrem klare Sprachverständlichkeit herrscht. – So muss man die starke Deckenbedämpfung nicht wieder herausreißen, um für Chancengleichheit (schülerseitig) und auch einen optimalen Arbeitsschutz (Lehrkräfte) zu sorgen.

R 222 der Städt. Realschule Waltrop – mit nachgerüstetem ReFlx-System

Auch ein anderer Raum derselben Schule weist nun eine extreme Sprachverständlichkeit aus, der bisher noch gar nicht akustisch berücksichtigt worden war. Es scheint vorläufig so, als empfände man den Raum zwar nicht als so angenehm, weil man sich insgesamt von einer klareren Halligkeit des Raumes stärker abgelenkt fühlt. Aber die Sprachverständlichkeit ist dennoch überragend. – Die Zufriedenheit von Lehrkräften wie auch Schüler*Innen ist noch zu beobachten. Bisher stehen Vorkehrungen in der Corana-Krise einem von anderen Störeinflüssen unbeeinträchtigten (offene Außenfenster und zum Flur hin geöffnete Tür) Hör- und Unterrichtserlebnis entgegen – und verschleiern deshalb den Nutzen, den alle Seiten schon jetzt aus der Sanierung ziehen können.

R 122 der Städt. Realschule Waltrop

Was macht tatsächlich gute Sprachverständlichkeit aus?

Zunächst muss man sich vor Augen führen, dass Sprache nur über 3 bis maximal 4 Meter Distanz zwischen Mund und Ohr auch gut funktioniert. Bei größeren Distanzen leiden bereits die höheren Frequenzen – und damit die Konsonanten. Aber das gesprochene Wort funktioniert nur über die Konsonanten. Die Stimmhaftigkeit von Sprache ist ein unterstützendes Hilfsmittel, aber kein Charakteristikum von Sprache.

Ein geringer Nachhall geht regelmäßig einher mit starker Absorption der mittleren und höheren Frequenzen – und damit genau der Konsonanten. Somit führt, je stärker der Nachhall in einem Raum reduziert wird, die gut gemeinte Bedämpfung gerade zu schlechter Sprachverständlichkeit. Und das gilt gerade für Personen, die unter Beeinträchtigungen ihres Hörsinnes leiden. Wer richtig „spitze“ Ohren hat, kann schlechte Sprachverständlichkeit auch besser kompensieren.

klare Sprachsignale können sich gut gegenüber Nachhall behaupten

Parallel aber dürfen sich die enormen quantitativen und qualitativen Störungen, die in den Raumkanten und Raumecken entstehen, nicht über die Sprache und nicht über jegliche Klangereignisse legen. Das Störpotenzial der Raumkanten und -ecken ist das eigentliche Problem. Nicht der Nachhall.

Halligkeit vermittelt Raumgröße und Raumweite – und tut der Seele gut, weil das Unterbewusstsein sich trotz des geschlossenen Raumes frei fühlt. Halligkeit – wider anderslautende Behauptungen – beeinträchtigt Sprachverständlichkeit nicht.

Für wirklich gute Sprachverständlichkeit sollte zusätzlich zur Entstörung der Raumkanten aber genau aus diesen Raumkanten heraus eine Unterstützung mittlerer und höherer Frequenzen gewährleistet werden, um einen wirklich klaren Raumklang zu erzeugen.

Vergleichbares gilt auch für die Musik. Verkürzt könnte man sagen, dass Gesang und auch Instrumente in den mittleren und höheren Frequenzen ihren Ausdruck haben. Die tieferen Frequenzen sind allein Fundament – und Träger von Stimmung. – Man sagt gemeinhin, ein längerer Nachhall trage Musik positiv und volumig. Ist dieser Nachhall jedoch „verunreinigt“ durch die Störungen der Raumkante, so ist das Klangerlebnis eher muffig und unklar, mithin dröhnend. Wird der Raumklang hingegen vom Störpotenzial der Raumkanten befreit UND werden zugleich von den Raumkanten her die mittleren und höheren Frequenzen sogar unterstützt, so ergibt sich ein sauberer und transparenter Klang.

Zurückhaltende Eigenständigkeit

Das außerordentliche akustische Störpotenzial der Raumkante lässt sich auch komplett schallhart bewältigen.

Wo also Ausführungen in Holzwerkstoffen nicht in Frage kommen, da lässt sich das neuartige Konzept in Glas oder in Feinsteinzeug realisieren. Das Ziel – die Entstörung der Raumakustik über die Raumkante – wird dennoch erzielt.

Ich gehe davon aus, dass solche Lösungen durchschnittlich eher weniger in Kommunikationsräumen gefragt sind, in denen Wohlbehagen auch vom Werkstoff ‚Holz‘ mitgetragen wird – ganz gleich, ob nun in unterschiedlichem unbehandeltem Holz, je nach Vorliebe und Raumvorgaben, oder ob zum Beispiel weiß lasiert, so dass nur noch die Maserung zurückhaltend, aber mit Charakter zu uns spricht.

Solche Lösungen in Feinsteinzeug oder Glas kommen eher dort zum Tragen, wo man einerseits die hallig klingende Weite und Großzügigkeit von Räumen nicht nur als notwendiges Übel in Kauf nimmt, sondern gerade begrüßt – in Foyers, Eingangshallen, Fluren zum Beispiel. Dort aber lohnt es sich – und macht einen entscheidenden Unterschied in seiner Wirkung auf den Menschen aus: Den Klang erhalten, der die Weite eines Raumes repräsentiert – aber zugleich den aufdringlichen Lärm bewältigen, der von den Raumkanten ausgeht.

Glas auf Stahlträgern: das ReFlx-System

Ich hatte das vorangestellte Foto bereits gezeigt – in meinem Beitrag „Klares Glas für mehr Transparenz„. Aber wie mag das erscheinen auf hellem Sichtbeton oder einer weißen Wand?

in Glas und Stahl: ein Dummy zeigt das Konzept

Ob die Stahlträger genutzt werden, um Glasscheiben aufzunehmen, oder ob man Feinsteinzeuge wählt, wo sich beinahe grenzenlos Dekore anbieten, um sich vorhandenen Raumentwürfen anpassen zu können… Die Wirksamkeit bleibt gleich, weil die Materialien ähnliche spezifische Gewichte und ähnliche Oberflächeneigenschaften aufweisen.

Das bietet ungeahnte Möglichkeiten, in einem schlüssigen Gesamtentwurf zum Beispiel auch auf solche Herausforderungen wie Betonkernaktivierung akustisch UND ästhetisch in einem Zuge und in angemessener Weise einzugehen.

unaufdringlich: eigenständige Zurückhaltung

Wie massiv oder filigran die tragenden Umfassungen ausfallen müssen, hängt von der Stärke des Stahlblechs und auch von der Größe der Reflektoren ab. Der Dummy zeigt eine Ausführung mit einer Frontscheibe von 40 cm in der Höhe und 60 cm in der Breite. Aus ästhetischen Gründen empfehle ich für einen Raumentwurf hier ab 80 cm, eher 100, gar 120 cm Breite. Und wenn ein höherer Raum auch eine höhere Reflektorfläche (von 50 oder gar 60 cm) erfordert, dann wiederum sollte die Breite entsprechend gestreckt werden.

Der Dummy zeigt die Wahl von 4 mm dünnem Stahlblech. Gut vorstellbar sind je nach erforderlicher Belastbarkeit 5 mm oder gar 6 mm Stärke, ohne dann klobig zu erscheinen.

Entweder bringt Edelstahl seinen eigenen Charakter ein – und besticht durch seine unbegrenzte Langlebigkeit. Mit Kunststoffbeschichtungen in weiß oder sehr hellem Grau kann deutlich günstigerer Standard-Stahl hinreichend geschützt und optisch unauffällig umgesetzt werden.

Der Grund für die Umfassung der Scheibe oben und unten klammerartig ist banal – und durchaus entbehrlich: Auf diese Weise ist nicht erforderlich, aufwändig in Glas oder Feinsteinzeug Bohrungen einzubringen. Aber auf Wunsch können selbstverständlich andere Befestigungen geleistet und somit die Präsentation des ReFlx-Systems noch unscheinbarer gestaltet werden. Wie man das ja auch vergleichbar von Befestigungen kennt, wenn Treppen und Galerien mit Glasflächen abgesichert werden.

Sprachverständlichkeit wiederherstellen

… in bereits akustisch bedämpften Räumen – das geht!

Das klingt auf den ersten Blick widersprüchlich, denn in akustisch behandelten Kommunikationsräumen sollte Sprachverständlichkeit ‚par excellence‘ herrschen. Doch das Gegenteil ist häufig bis überwiegend der Fall: „Der Unterricht in solchen Räumen ist extrem anstrengend“, so ein Lehrer über Räume mit vollflächig akustisch bedämpfenden Decken.

Aber der eine, der das geäußert hat, stellt keine Ausnahme dar: Immer wieder hört man solche und noch deutlichere Worte, insbesondere wenn im Sinne der Inklusion von Hörgerät tragenden Schülerinnen oder Schülern noch einmal stärker bedämpft wird. – Allein, man hört das praktsich nur hinter vorgehaltener Hand. Denn niemand möchte dafür angesehen werden, sich gegen Inklusion auszusprechen. Das tun sie alle nicht!

Sprachverständlichkeit wiederhergestellt: Video vermittelt ersten Eindruck

Die Inklusion von Schülerinnen oder Schülern, die im Hörsinn beeinträchtigt sind, wird in der Tat überall begrüßt. Und man ist erfreut, dass die Investition in raumakustische Maßnahmen überwiegend durch Fördermittel für den Schulträger erleichtert wird. Aber mit dem Ergebnis rechnet kaum jemand…

Ich habe nun jüngst einen ganz durchschnittlichen Raum, der mit akustisch vollflächig bedämpfender Decke ausgestattet worden war, sozusagen „wiederhergestellt“ – mit meinem ReFlx-System. Dabei klingt „wiederhergestellt“ ein wenig missverständlich. Denn es hatte seinen guten Grund, dass man irgendwann die akustische Beruhigung des Raumes beauftragt hatte.

Vergleich vor und nach der Ausrüstung mit dem ReFlx-System: hier geht’s zum Video

Aber je mehr Schall – und insbesondere über die Decke – absorbiert wird, desto dumpfer wird der Raumklang. Das heißt: Die mittleren und höheren Frequenzen werden ganz überwiegend absorbiert, so dass schlussendlich die Sprachverständlichkeit immer problematischer wird. Ganz unwillkürlich sprechen Lehrkräfte lauter. Und das permanent. Das reibt in der Kehle und das raubt die Kraft. Das Unterrichten wird zur Last: konditionell und gesundheitlich.

Aber umgekehrt muss man auch umso mehr die Ohren spitzen und sich umso stärker konzentrieren. Auch wird häufiger nachgefragt, weil mal auf Schülerseite, mal auf Seiten der Lehrkräfte etwas nicht verstanden werden konnte. Das stört den Unterrichtsablauf – und schmirgelt unbemerkt am Nervenkostüm.

akustisch vollflächige Bedämpfungen nehmen dem Raum die Sprachverständlichkeit

Nach dem Einbau meines ReFlx-Systems (siehe Bild oben) ist nicht nur der Raum tatsächlich entstört, sondern die mittleren und höheren Frequenzen werden sehr deutlich unterstützt. Somit gelangt man zu einer hohen Deutlichkeit der Konsonanten: Der Grundton der Stimme, der für die Sprachverständlichkeit ohnehin einen nur sehr kleinen Beitrag leistet, tritt in den Hintergrund.

Ein angenehmer Nebeneffekt für diese Variante meines ReFlx-Systems ist, dass deutlich kostengünstiger vorgegangen werden kann: Auch wenn man, um die verbliebene Halligkeit noch weiter zu reduzieren, doch Absorption wünscht, so braucht man davon nun aber – und nur ergänzend – viel weniger. Das wirkt sich wiederum sehr positiv auf die Gesamtkosten einer solchen Maßnahme aus.

Mit schadstofffreiem Dekorwachs weiß getrimmt, ist ReFlx noch zurückhaltender im Raum.

Klares Glas für mehr Transparenz

Wo das ReFlx-System in Glas und Stahl umgesetzt wird, da gewinnt der Begriff der „Transparenz“ seine ganze Bedeutung – und wird von wörtlich bis zum übertragenen Sinne voll ausgeschöpft:

ReFlx-System (Dummy) in Klarglas an Stahlträgern

Erstens: Sich die Klarheit des Glases zunutze machen – um entweder die Raumkante weiterhin zeigen zu können, oder aber um die dahinterliegende Scheibe in Milchglas zu präsentieren, die ihrerseits in kleinerem Format die Kante selbst verdeckt. Der verdeckende Charakter des Milchglases kann mitgenutzt werden, um Beleuchtungskonzepte umzusetzen. – Die Transparenz des Materials selbst, ob nun mineralisches Glas oder Acryl-bzw. Plexi®-Glas.

Zweitens: Das offene Bekenntnis für so etwas wie Arbeitsschutz – und natürlich auch für das Wohlbefinden der Belegschaft. Ruhig zeigen, dass man und wie man sich für eine ruhige Arbeitsumgebung und für das Wohlbefinden seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzt – und ruhig zeigen, wenn einem das, etwa in Glas und Stahl, auch ein paar Euro mehr wert ist. – Die Transparenz in der Konstruktion.

Drittens: Die Transparenz des Raumklanges. Denn ein klarer Raumklang ist nicht nur angenehm, sondern sorgt auch automatisch dafür, dass alle Beteiligten in einem Raum sich leiser verhalten: Leiser sprechen, weil man sich mit weniger Anstrengung sehr gut verständlich machen kann. Leiser laufen oder leiser mit dem Nachbarn tuscheln, weil man schon aus sich heraus die Gruppe und alle im Raum Beteiligten weniger stören möchte (hier geht es auch um Achtsamkeit). Aber am Ende nicht zu vergessen, für Musik- oder auch Videovorträge: Musik wird in einer bisher ungewohnten Klarheit getragen und verliert, auch weniger laut abgespielt, keine Details mehr. – Die Transparenz in der Akustik.

Das in der Fotografie am Dummy demontrierte System wird schlussendlich den Erfordernissen angepasst, so etwa in der Breite (im Dummy nur 60 cm, könnte bei derselben Höhe etwa in 100 oder in 120 cm, gar in 150 cm Breite gewählt werden) – oder auch, je nach der Raumgröße und den einhergehenden akustischen Störungen, in der Höhe (im Dummy 40 cm, könnten in größeren oder höheren Räumen 50 oder 60 cm erforderlich sein, um die Raumkanten angemessen zu beruhigen). Der innenliegende Schild (im Dummy: 24 cm) würde dann mit 30 oder 36 cm Höhe angepasst.

einer der zahlreichen Versuche im Vorfeld: ReFlx-System, komplett schallhart mit Feinsteinzeugen

Der oben gezeigte Versuchsaufbau mit Reflektoren aus Feinsteinzeug hatte bereits klar gezeigt, dass und wie das System funktioniert. Der entsprechende Musterschutz umfasst die Ausführung in unterschiedlichen Materialien, so auch in Glas, mit Aufhängungen zum Beispiel aus per Laser passgenau geschnittenen Formteilen aus Stahlblech (vorzugsweise Edelstahl, weil sie dann unbegrenzt wartungsfrei sind).

Der am Dummy gezeigte zweiteilige Aufbau der Träger hat den Vorteil, dass der innenliegende Reflektorschild erst eingelegt wird, wenn er nach vorn gegen Herausfallen gesichert ist. Nicht zuletzt dadurch werden für die Montage Arbeitsbedingungen geschaffen, die Unfallrisiken und Materialverluste minimieren. Der vordere Reflektor wiederum muss nur eingegelegt werden. Es müssen also keine riskanten und deshalb verhältnismäßig teuren Bohrungen vorgesehen werden.

Zwischenschritt: Einlegen des inneren Reflektors

Feinsteinzeug hatte ich für meine Versuche gewählt, weil es mit seinen spezifischen Gewichten der Schwere von Glas sehr nahe kommt und mir für weniger Geld mindestens vergleichbare Ergebnisse bieten konnte. Allerdings haben die sehr dünnen Platten aus Feinsteinzeug Eigenschwingung aufgenommen (die man, technisch betrachtet, leicht hemmen oder auch beseitigen kann). Bei der Verwendung von Verbundsicherheitsglas (VSG) und dann zudem für den vorderen Hauptreflektor in größerer Dicke (die Feinsteinzeuge im Versuchsaufbau waren nur 9 mm dünn) spielt die Eigenschwingung des Materials eine untergeordnete bis gar keine Rolle mehr: Die dauerelastischen Zwischenfolien im VSG wirken sich schwingungshemmend aus.

Selbstverständlich sind die im Versuchsaufbau von mir gewählten Feinsteinzeuge zu klein für „reale“ Raumanforderungen, mit Höhen der Reflektoren von nur 24 (vorn) bzw. 16 cm (innen). Für den Versuchsaufbau und den relativ kleinen Raumabschnitt jedoch waren die Ergebnisse hinreichend aussagekräftig. Als vorteilhaft wiederum erwies sich, dass es günstige Standardformate waren, die auch nicht zu schwer sind, damit ich mit sehr vereinfachten Trägern aus Holz arbeiten konnte. – Für „reale“ Anwendungen sind Feinsteinzeuge auch in 40 und 60 cm Höhe als serienmäßige Standardprodukte erhältlich, um mit Materialstärken von 20 mm. In Glas wiederum kann man sich ohnehin jedes erforderliche Maß fertigen lassen.

ReFlx-System gewährleistet beste Sprachverständlichkeit

In einer von der Stadt Waltrop getragenen Schule gibt es drei unterschiedliche Räume, die alle auf ihre Weise die hervorragende Sprachverständlichkeit unter Beweis stellen, die das neuartige ReFlx-System von Raumakustik Premium gewährleistet.

In einem Raum der zuvor keine akustische Berücksichtigung erfahren hatte und schlicht in der gewohnten Weise miserabel war im Hinblick auf Sprachverständlichkeit und den damit einhergehenden Stress, ist ausgestattet mit den so genannten C-Cases.

Raum 116 bietet Lehrkräften und der Schülerschaft nun eine herausragende Sprachverständlichkeit.

hier geht es zum Video

Das C-Case stellt sozusagen die 2. „Evolutionsstufe“ für das neue Konzept dar, Räume sowohl über die Raumkanten zu beruhigen, als auch durch die Schall reflektierende und in einem wohl ausgewogenen Winkel angestellten Frontabdeckungen Schall sinnvoll in den Raum zurückzuwerfen. Das unterstützt für musikalische Darbietungen oder Untermalungen (z. B. Videos als Lehrmaterial) die sehr klare Tonwiedergabe – bietet aber vor allem eine hohe und reine Sprachverständlichkeit, die man so bisher ohne Hinzuziehung elektroakustischer Unterstützungen nicht gekannt hat.

eine Weiterentwicklung mit besonderem Bonus: das ReFlx-System

Eine konsequente Weiterentwicklung stellt das ReFlx-System dar, das mit größeren Reflektorflächen und ganz ohne Resonanz auskommt. Denn vorbehaltlich künftiger, genauerer Untersuchungen deutet sich an, dass ein Raum von einer Größe eines Klassenraums, also beispielsweise runden 60 qm Fläche bei Raumhöhen zwischen 3,00 und 3,40 m, auf den Einfluss von Resonanz gut verzichten kann. Resonanz wird erst dann wieder relevant, wenn man mit deutlich (!) mehr Oberfläche und Resonanzvolumen einer Frequenzumwandlung ein Gewicht einräumt.

R 122, mit ReFlx-System, ist stärker entstört + bietet noch einmal verbesserte Sprachverständlichkeit.

Nicht nur: In diesem Preis-Leistungsverhältnis gibt es keine bessere Sprachverständlichkeit…

Video zu Raum 122 hier

… sondern tatsächlich überhaupt kann diese Klarheit für sprachliche Kommunikation andernfalls nur erreicht werden, falls additiv teure elektroakustische Anlagen einbezogen würden. Und auch die Klarheit für Musikwiedergaben oder Musikvorführungen ist einmalig und konnte in dieser Weise bisher nicht realisiert werden.

auch zur akustischen Wiederherstellung geeignet: ReFlx

Einbau des ReFlx-Systems – gerade wegen der vollfächig akustisch wirksamen Decke

Ein weiterer Raum ist mit dem ReFlx-System akustisch so wiederhergestellt worden. Zuvor auch dem Arbeitsschutz durch die Ausrüstung mit vollflächig bedämpfender Decke nur noch unzureichend entsprochen, herrscht hier jetzt eine außerordentliche Sprachverständlichkeit. Die höheren Frequenzen (= Konsonanten) wurden zu stark absorbiert, so dass trotz der an sich als angenehm empfundenen Arbeitsatmosphäre bisher permanent mit hoher Sprechanstrengung unterrichtet werden musste.

Demo-Video zu Raum 222 hier

Nicht minder profitiert man selbstverständlich auch schülerseitig durch die nun hohe Sprachverständlichkeit. Kaum ein Aspekt spielt in der Unterrichtung eine größere Rolle, wenn es um Chancengleichheit geht, als die gute Sprachverständlichkeit.

Und hier noch ein ganz anderes Anwendungsbeispiel:

OGS der Lindgren-Schule, Haus 2, in Waltrop

Der Betreuungsraum einer OGS bot besondere Schwierigkeiten, nicht zuletzt wegen zweier großflächiger Dachschrägen. Auch die Länglichkeit des Raumes trägt dazu bei, dass der negative Einfluss der Raumkanten überproportional stark durchschlägt – im Verhältnis zur Raumgröße. Nach der Beruhigung der Raumkanten mit dem ReFlx-System (zum Video hier) ist der Raum nicht ohne Nachhall, klingt somit noch immer angenehm groß und weit – und besticht durch seine Klarheit des Raumklanges: Die hohe Sprachverständlichkeit öffnet neuen pädagogischen Konzepten die Tür.

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Ein besonderer Vorteil des Systems ist, dass man bei Bedarf sogar mit komplett schallharten Materialien vorgehen kann – das heißt: etwaig auch in > Glas.

Wer Holz möchte, aber zurückhaltender: Oberfläche mit schadstofffreiem Dekorwachs weiß getrimmt.

Durch die Raumakustik…

Durch die Raumakustik muss ein Ruck gehen“ – so der Titel meines ersten Buches zur Raumakustik. Mit umfassender Kritik an DIN 18041 – die ja grundstäztlich nicht neu ist. Mit ausholender Kritik an den vorhandenen Modellen und Berechnungen zur Raumakustik.

>> Die Vermarktung dieser Publikation ist aus rechtlichen Gründen vorläufig ausgesetzt. <<

(Und jüngst – als Ergänzung ausgelegt: „PrimOrdium – zurück zum Ursprung: neue Dimension der Raumakustik“ – durch Berichte zu meinen Experimenten und zu ausgestatteten Räumen des Schulalltags mit engem Praxisbezug.)

KiTa gleich Lärm – eine unvollständige Gleichung

Weshalb das eine unvollständige Gleich ist, dazu möchte ich später kommen.

Denn eines steht meistens im Vordergrund: Die enorme Belastung von Erzieherinnen und Erziehern in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kindertageseinrichtungen… Und eines fällt immer wieder auf: Auch NACH akustischen Maßnahmen ist das Problem des bloßen Lärms nicht wirklich bewältigt. Und das, obgleich man – das wird immer wieder beklagt – nach anders gearteten Bedämpfungsmaßnahmen immerhin ein wenig Entlastung empfindet.

hier das C-Case, eine dem ReFlx-HolzRS ähnliche Ausführung, in einem Realschul-Klassenraum

Kinder sind oft laut, wenn sie engagiert miteinander umgehen, oder wenn sie begeistert vom Wochenende erzählen, wenn sie in heller Aufregung ein Ereignis erwarten… Oder Kinder werden einfach laut, weil sie viele in einem Raum sind – und ein jedes Kind für sich darum ringt, Gehör und Beachtung zu erlangen. LÄRM hingegen entsteht durch den RAUM, nicht durch die Kinder! Der Raum selbst bietet die Ursache für LÄRM. LÄRM ist etwas, das zum Beispiel durch eine akustisch wirksame Decke abgeschwächt werden kann. Jedoch: LÄRM entsteht vorrangig und in erster Linie in den Raumkanten – und erst in zweiter Linie durch die Vielzahl lauter Schallquellen.

Lärm muss in den Raumkanten neutralisiert werden

Das bisher beliebteste Mittel, um den LÄRM in KiTas in den Griff zu bekommen, ist Absorption. Die aber führt auch dazu, dass es um die Sprachverständlichkeit in Betreuungsräumen weiterhin schlecht bestellt ist – vor ebenso wie immer noch nach aufwändigen und teuren akustischen Maßnahmen. Alle bisherigen Maßnahmen schlucken in erster Linie die mittleren und höheren Frequenzen. – Gut so, denkt man spontan, sind doch Kinder nicht in den tieferen Frequenzen laut, sondern überwiegend in den höheren!

Gerade in KiTas: Spracherwerb bedarf optimaler Sprachverständlichkeit !

Nun ist es jedoch auch kein Geheimnis, wie wichtig für Kinder diese vorschulische Lebensphase im Alter von 3 bis 6 Jahren ist, wenn es um den Spracherwerb geht. Der uneingeschränkte Spracherwerb wiederum bedarf einer möglichst sehr guten Sprachverständlichkeit.

Eine optimale Sprachverständlichkeit lässt sich erreichen, indem man sowohl den Lärm in geschlossenen Räumen über die Raumkanten auflöst, als auch die mittleren und höheren Frequenzen durch Reflexion noch einmal unterstützt.

ReFlx–HolzRS – eine einfach zu montierende Einheit, die in Reihe in die Raumkanten gehängt wird – schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe

Aus reinen und unbelasteten Holzwerkstoffen hergestellt, bietet ReFlx – HolzRS eine sehr simple Montage, die für eine robuste und stabile Fixierung sorgt und viele Zwecke gleich in einem Zuge abdeckt: • Sie bewältigen den lärmenden Raumkanteneffekt komplett • Sie steigern die Sprachverständlichkeit erheblich • auch in kleineren Räumen kommt nicht das unterschwellige Gefühl von Enge und Bedrückung auf • Sie bringen ein ungewöhnliches und zugleich doch extrem zurückhaltendes Gestaltungselement in einen Raum ein • Sie geben weniger Geld aus für mehr Effektivität + mehr Gesundheitsschutz.

Lärm im Büro – Hauptursache nicht übersehen

Bei Lärm am Arbeitsplatz und Lärm im Büro ist das erste Problem ein Hemmnis, sich überhaupt zu melden. Man kann Kolleginnen oder Kollegen nicht vorwerfen, dass sie laut telefonieren und um Deutlichkeit ringen, wenn sie zum Beispiel viel mit Menschen telefonieren, die sich zugleich in einem lauten Umfeld befinden. Das können Montagehallen sein, Lagerhallen oder einfach Fahrzeugkabinen.

Hier benötigt man selbstverständlich akustische Maßnahmen direkt am Arbeitsplatz, also Abschirmungen um einen Schreibtisch herum.

Raumkanten: Wie ein Gaukler mit der Schnarre

Ein anderes Wort für die Schnarre ist „Ratsche“ – die regelmäßig aus Holz gefertigt ist. Sie macht Lärm. Sie macht Krach. Und das auch ziemlich sinnlos. Außer, es geht gerade einmal und ausnahmsweise darum, gezielt viel Lärm zu erzeugen. Der Vergleich trifft deshalb gut zu, weil durch die Phasenverschiebung in Raumkanten ein ganz besonderer Lärm entsteht, der mit den Geräuschen der Ratsche durchaus vergleichbarer ist, als man das auf den ersten Blick erwartet.

Lärm in Raumkanten – das hartnäckigste Problem

– mit dem ReFlx-System für beste Sprachverständlichkeit: praktische Anwendungen im Schulalltag –

Wenn nun Büros durch viele sinnvolle Maßnahmen beruhigt worden sind, dann tritt dieser Gaukler mit der Schnarre plötzlich noch deutlicher hervor – und sticht gleichsam mit der stumpfen Nadel auf das Trommelfell ein. Denn selbst dann, wenn sogar als bauliche Maßnahme die Decke bedämpft worden ist, dann gibt dieser Gaukler keine Ruhe: Der akustische Effekt in Raumkanten muss in besonderer Weise berücksichtigt werden, sondern kommt der Lärm aus den Raumkanten heraus nicht zur Ruhe.

mit dem C-Case den Raumklang klären… und wie das klingt

C-Case: den Raumkanteneffekt auslöschen

Es gibt aber einen einfachen Weg, um Ruhe in Räume zu bringen: Man denkt den Lärm in Räumen von den Raumkanten aus. Dabei muss man je nach Ausstattung des Raumes auch die Senkrechten berücksichtigen, nicht nur Raumkanten von Wand zu Decke.

Damit geht man den Lärm von dort aus an, wo der größte Lärm entsteht – nämlich in den Raumkanten. Hat man die Raumkanten im Griff, dann kann man in nächsten Schritten alle weiteren Maßnahmen abgestimmt angehen. – Nun kann man gezielt klären, welche akustischen Maßnahmen als nächstes Sinn machen: Muss man Lärmentwicklungen an einzelnen Büroarbeitsplätzen in den Griff bekommen? Muss man den Lärm von einzelnen Montagearbeitsplätzen reduzieren? Benötigt man in Besprechungsräumen einerseits eine gute Sprachverständlichkeit für die Diskussion in Gruppen von 12 oder 20 Personen – möchte aber zugleich noch etwas weniger Halligkeit im Raum?

Lärm am Arbeitsplatz: nicht bloß laut

Auch ein Raum, der messtechnisch angemessen bedämpft worden ist, kann dennoch laut sein. Das liegt daran, dass im Durchschnitt des so genannten Nachhalls zwar die mittleren und höheren Frequenzen z. B. durch eine bedämpfende Decke ins Soll gewzungen werden können. Aber dieser Nachhall ist sozusagen ein Durchscnittswert – des Gesamtnachhalls PLUS jener Störung, die aus den Raumkanten hervorgeht. Technisch kann bei der Erfassung des Schallereignisses im Raum nicht unterschieden werden zwischen beiden Einflüssen. Das heißt, dass der Raum de facto überdämpft wird, um im messbaren Nachhall einen bestimmten Grenzwert zu erzielen. Das normgerechte Resultat ist aber überwiegend nicht nutzungsgerecht und nicht bedarfsgerecht.

Lärm: Arbeitsalltag gesundheitlich bedenklich

Der Einfluss der Raumkanten und insbesondere der Raumecken wird nur selten explizit berücksichtigt. Diese aber – vor allem die Raumecken – sind in Räumen am lautesten. Das ist erst einmal nichts als blanke Physik. Es sind physikalische Gegebenheiten, die aber für bloße Lautheit sorgen, ohne günstige Verstärkungen von Schall zu erbringen.

– mit dem ReFlx-System für beste Sprachverständlichkeit: praktische Anwendungen im Schulalltag –

Kleine Faktoren – große Wirkung

In Bezug auf die Raumkanten und Raumecken gibt es verschiedene Einflüsse, die den negativen Effekt und die tatsächliche Lautstärke hervorrufen können. Im Büro steht zum Beispiel ein Drucker, der von mehreren Personen genutzt wird – und somit für Einzelne unabsehbar für Geräusche sorgt. Eine Kollegin oder ein Kollege telefoniert lauter als andere – einfach, um sich verständlich zu machen (etwaig wegen vieler Telefonkontakte mit Lkw- oder Auslieferungsfahrern, mit Lageristen, mit Monteuren…). All solche Faktoren bleiben überwiegend unberücksichtigt, wenn jemand Ihnen Maßnahmen vorschlägt oder gar bereits ausgeführt hat, um einen Raum akustisch zu beruhigen.

Ähnliches gilt aber auch für den Besprechungsraum, der nun ausdrücklich ein Kommunikationsraum ist: Hier teilt man sich mit, hier tauscht man sich aus. Hier steht die sprachgestützte Mitteilung im Vordergrund. – Fast schon versehentlich wird hier besonders gern eine vollflächig bedämpfende Decke eingezogen, um des Problems der schlechten Sprachverständlichkeit Herr zu werden.

Was einkehrt, wenn eine akustisch wirksame Decke in einem Raum neu installiert worden ist – und was spontan positiv zur Kenntnis genommen wird – ist: Ruhe.

ReFlx mit Frontreflektoren aus Fichte-Dreischicht in einem Klassenraum

Aber bald fällt im praktischen Alltag von Vorträgen, Dienstbesprechungen und Diskussionen auf, dass die Sprachverständlichkeit miserabel und mithin der Lärm keineswegs bewältigt ist.

unberechtigte Selbstzweifel

Was sich als erstes meldet, nachdem solche akustischen Maßnahmen erfolgt sind, ist der Selbstzweifel. Ist man überempfindlich? Ist man unkonzentriert, unaufmerksam, abgelenkt? Bildet man es sich nur ein, die anderen nicht gut zu verstehen? Und war man nicht ohnehin in seinen „wilden Jahren“ ein paar Mal zu häufig in der Diskothek oder ist allzu sorglos beim Heimwerken oder auf Montagen zu sorglos mit Maschinenlärm umgegangen? – Es ist doch kostenintensiv für Abhilfe gesorgt worden. Nun muss es doch endlich gut sein!

Aber: Nein, muss es nicht – und ist es nicht. Denn fast regelmäßig liegt die Ursache allein in den Raumkanten. Lärm, der in den Raumkanten entsteht, ist nicht das einzige Problem, vor allem nicht in Mehrpersonenbüros. Jedoch wird Lärm am Arbeitsplatz auch wesentlich mitbestimmt von jenem Lärm, der am liebsten übersehen wird: Der Lärm, der in den Raumkanten entsteht.

Hören Sie sich an, wie das ReFlx-System für eine gute Sprachverständlichkeit sorgen kann: das ReFlx-System in einem Klassenraum – vorher/nachher (Video auf meinem Youtube-Kanal).

Lärm in Klassenräumen – Alltag in Schulen

In Klassenräumen ist der Bedarf einer guten Raumakustik am augenfälligsten. Denn noch ist Lärm der Alltag in Schulen. Kinder lärmen nicht nur in den Pausen, auf dem Schulhof. Aber oftmals sind in Klassenräumen die Kinder und Jugendlichen gar nicht die Ursache für Lärm! Sondern sogar davon ist die Rede, dass Lehrkräfte den eigenen sprachlichen Vortrag nicht ertragen können. Und das ist eigentlich gar nicht möglich.

Die Klassenräume selbst sind laut!

Kinder sind wissbegierig – und lernwillig. Sie stellen sich motiviert den Umgebungsbedingungen – und passen sich an. Das gilt aber auch für Klassenräume, auf die Kinder von sich aus und konstruktiv reagieren. Und LÄRM lieben auch Kinder nicht – sie machen nur manchmal gerne Krach. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ist etwa Sie Sprachverständlichkeit in einem Raum schlecht, so steigt häufig auch die Grundlautstärke in einem Raum. Schülerinnen und Schüler verlieren das Interesse am Unterricht, wenn dem Unterricht insgesamt nur schwer zu folgen ist. Das Bedürfnis, sich unterrichtsfremd auszutauschen oder auch nur zu ‚beschäftigen‘, wächst.

Aber erst recht: Was passiert, wenn gar Lehrkräfte durch den eigenen sprachlichen Vortrag Lärm erzeugen? Das klingt doch eigentlich absurd. Physikalisch ist es so, dass spezifisch die Raumkanten dafür verantwortlich sind.

Bedämpfende Deckensystem schlucken Sprache – und damit Unterricht

Bedämpfungen von Räumen nach Vorgaben der DIN 18041 helfen nur vordergründig. Denn dann werden regelmäßig Decken bedämpft. Oder es wird – wenn Hörgerät tragende Personen inkludiert werden sollen – über Rückwand und Teppiche noch stärker bedämpft. In dem einen Fall wird die Sprachverständlichkeit reduziert. In dem anderen Fall ist die Sprachverständlichkeit so tief im Keller, dass Lehrkräfte permanent sogar deutlich lauter sprechen müssen. Und auch die Fragen oder Antworten von Schülerseite sind entschieden schlechter zu verstehen, Rückfragen häufen sich.

Kindern eine Motivation bieten, umsichtig zu sein

Weshalb hilft das Bedämpfen der Decke nicht wirklich? Denn zunächst fällt ein solcher Raum doch angenehm ruhig auf!? Und das tut gut, nachdem über Jahre der Lärm die Nerven blankgelegt hat.

Nun, zum einen, je stärker man einen Raum über absorbierende Flächen bedämpft, desto mehr der mittleren und hohen Frequenzen gehen verloren. Zum anderen – und zudem: Je stärker man Raumdecken bedämpft, desto stärker wird den mittleren und höheren Frequenzen die förderliche Unterstützung entzogen. Das heißt: Die Reflexion mittlerer und höherer Frequenzen an einer schallharten Raumdecke verstärkt das Sprachsignal normalerweise – wird aber von einer absorbierenden Decke verschluckt.

Was hilft? Um GUTE Sprachverständlichkeit zu erzielen?

Erst bei Bedämpfung der Decke UND der Wände kann auch der akustische Effekt in Raumkanten ausgeschaltet werden. Dann aber ist ein Raum schon praktisch schalltot. Dann kommt tatsächlich jeweils nur noch der Direktschall an – der aber, auch wenn in einer DIN 18041 anderes behauptet wird, nicht ausreicht für eine gute Sprachverständlichkeit. Sondern tatsächlich reicht für eine ruhige Sprechweise der Direktschall allein – also ohne weitere Unterstützungen – nur für eine Distanz zwischen Sprecher und Zuhörer von ca. 4 Metern.

Besser belässt man also in Klassenräumen die Decke schallhart, um die Reflexion mittlerer und höherer Frequenzen zu begünstigen.

Und nun kann man zusätzlich mit dem ReFlx-System eine günstige Reflexion aus den Raumkanten heraus nutzen – zugleich aber den ungünstigen akustischen Effekt der Raumkanten ausschalten. Denn:

WAS man unbedingt in den Griff bekommen muss, sind die Raumkanten. DORT entsteht der schlimmste LÄRM. Und besonders in den Raumecken – also dort, wo drei Raumkanten aufeinandertreffen (!) – wird es am lautesten in einem Raum.

Informieren Sie sich über das ReFlx-System.