Sprachverständlichkeit wiederherstellen

… in bereits akustisch bedämpften Räumen – das geht!

Das klingt auf den ersten Blick widersprüchlich, denn in akustisch behandelten Kommunikationsräumen sollte Sprachverständlichkeit ‚par excellence‘ herrschen. Doch das Gegenteil ist häufig bis überwiegend der Fall: „Der Unterricht in solchen Räumen ist extrem anstrengend“, so ein Lehrer über Räume mit vollflächig akustisch bedämpfenden Decken.

Aber der eine, der das geäußert hat, stellt keine Ausnahme dar: Immer wieder hört man solche und noch deutlichere Worte, insbesondere wenn im Sinne der Inklusion von Hörgerät tragenden Schülerinnen oder Schülern noch einmal stärker bedämpft wird. – Allein, man hört das allein hinter vorgehaltener Hand. Denn niemand möchte dafür angesehen werden, sich gegen Inklusion auszusprechen. Das tun sie alle nicht!

Sprachverständlichkeit wiederhergestellt: Video vermittelt ersten Eindruck

Die Inklusion von Schülerinnen oder Schülern, die im Hörsinn beeinträchtigt wird, wird in der Tat überall begrüßt. Und man ist erfreut, dass die Investition in raumakustische Maßnahmen überwiegend durch Fördermittel für den Schulträger erleichtert wird. Aber mit dem Ergebnis rechnet kaum jemand…

Ich habe nun jüngst einen ganz durchschnittlichen Raum, der mit akustisch vollflächig bedämpfender Decke ausgestattet worden war, sozusagen „wiederhergestellt“ – mit meinem ReFlx-System. Dabei klingt „wiederhergestellt“ selbstverständlich missverständlich. Denn es hatte seinen guten Grund, dass man irgendwann die akustische Beruhigung des Raumes beauftragt hatte.

Vergleich vor und nach der Ausrüstung mit dem ReFlx-System: hier geht’s zum Video

Aber je mehr Schall – und insbesondere über die Decke – absorbiert wird, desto dumpfer wird der Raumklang. Das heißt: Die mittleren und höheren Frequenzen werden ganz überwiegend absorbiert, so dass schlussendlich die Sprachverständlichkeit immer problematischer wird. Ganz unwillkürlich sprechen Lehrkräfte lauter. Und das permanent. Das reibt in der Kehle und das raubt Kraft. Das Unterrichten wird zur Last: konditionell und gesundheitlich.

Aber umgekehrt muss man auch umso mehr die Ohren spitzen und sich umso stärker konzentrieren. Auch wird häufiger nachgefragt, weil mal auf Schülerseite, mal auf Seiten der Lehrkräfte etwas nicht verstanden werden konnte. Das stört den Unterrichtsablauf – und reibt am Nervenkostüm.

akustisch vollflächige Bedämpfungen nehmen dem Raum die Sprachverständlichkeit

Nach dem Einbau meines ReFlx-Systems (siehe Bild oben) ist nicht nur der Raum tatsächlich entstört, sondern die mittleren und höheren Frequenzen werden sehr deutlich unterstützt. Somit gelangt man zu einer hohen Deutlichkeit der Konsonanten: Der Grundton der Stimme, der für die Sprachverständlichkeit ohnehin einen nur sehr kleinen Beitrag leistet, tritt in den Hintergrund.

Ein angenehmer Nebeneffekt für diese Variante meines ReFlx-Systems ist, dass deutlich kostengünstiger vorgegangen werden kann: Es ist weniger Absorption erforderlich, als dies für einen akustisch noch gänzlich unbehandelten Raum gilt. Das wirkt sich wiederum sehr positiv auf die Gesamtkosten einer solchen Maßnahme aus.

Mit schadstofffreiem Dekorwachs weiß getrimmt, ist ReFlx noch zurückhaltender im Raum.

Klares Glas für mehr Transparenz

Wo das ReFlx-System in Glas und Stahl umgesetzt wird, da gewinnt der Begriff der „Transparenz“ seine ganze Bedeutung – und wird von wörtlich bis zum übertragenen Sinne voll ausgeschöpft:

ReFlx-System (Dummy) in Klarglas an Stahlträgern

Erstens: Sich die Klarheit des Glases zunutze machen – um entweder die Raumkante weiterhin zeigen zu können, oder aber um die dahinterliegende Scheibe in Milchglas zu präsentieren, die ihrerseits in kleinerem Format die Kante selbst verdeckt. Der verdeckende Charakter des Milchglases kann mitgenutzt werden, um Beleuchtungskonzepte umzusetzen. – Die Transparenz des Materials selbst, ob nun mineralisches Glas oder Acryl-bzw. Plexi®-Glas.

Zweitens: Das offene Bekenntnis für so etwas wie Arbeitsschutz – und natürlich auch für das Wohlbefinden der Belegschaft. Ruhig zeigen, dass man und wie man sich für eine ruhige Arbeitsumgebung und für das Wohlbefinden seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzt – und ruhig zeigen, wenn einem das, etwa in Glas und Stahl, auch ein paar Euro mehr wert ist. – Die Transparenz in der Konstruktion.

Drittens: Die Transparenz des Raumklanges. Denn ein klarer Raumklang ist nicht nur angenehm, sondern sorgt auch automatisch dafür, dass alle Beteiligten in einem Raum sich leiser verhalten: Leiser sprechen, weil man sich mit weniger Anstrengung sehr gut verständlich machen kann. Leiser laufen oder leiser mit dem Nachbarn tuscheln, weil man schon aus sich heraus die Gruppe und alle im Raum Beteiligten weniger stören möchte (hier geht es auch um Achtsamkeit). Aber am Ende nicht zu vergessen, für Musik- oder auch Videovorträge: Musik wird in einer bisher ungewohnten Klarheit getragen und verliert, auch weniger laut abgespielt, keine Details mehr. – Die Transparenz in der Akustik.

Das in der Fotografie am Dummy demontrierte System wird schlussendlich den Erfordernissen angepasst, so etwa in der Breite (im Dummy nur 60 cm, könnte bei derselben Höhe etwa in 80, 100 oder gar 120 cm Breite gewählt werden) – oder auch, je nach der Raumgröße und den einhergehenden akustischen Störungen, in der Höhe (im Dummy 40 cm, könnten in größeren oder höheren Räumen 50 oder 60 cm erforderlich sein, um die Raumkanten angemessen zu beruhigen). Der innenliegende Schild (im Dummy: 24 cm) würde in der Höhe auf 30 oder 36 cm Höhe angepasst.

einer der zahlreichen Versuche im Vorfeld: ReFlx-System, komplett schallhart mit Feinsteinzeugen

Der oben gezeigte Versuchsaufbau mit Reflektoren aus Feinsteinzeug hatte bereits klar gezeigt, dass und wie das System funktioniert. Der entsprechende Musterschutz umfasst die Ausführung in unterschiedlichen Materialien, so auch in Glas, mit Aufhängungen zum Beispiel aus per Laser passgenau geschnittenen Formteilen aus Stahlblech.

Der am Dummy gezeigte zweiteilige Aufbau der Träger hat den Vorteil, dass der innenliegende Reflektorschild erst eingelegt wird, wenn er nach vorn gegen Herausfallen gesichert ist. Nicht zuletzt dadurch werden für die Montage Arbeitsbedingungen geschaffen, die Unfallrisiken und Materialverluste minimieren. Der vordere Reflektor wiederum muss nur eingegelegt werden. Es müssen also keine riskanten und deshalb verhältnismäßig teuren Bohrungen vorgesehen werden.

Zwischenschritt: Einlegen des inneren Reflektors

Feinsteinzeug hatte ich für meine Versuche gewählt, weil es mit seinen spezifischen Gewichten der Schwere von Glas sehr nahe kommt und mir für weniger Geld mindestens vergleichbare Ergebnisse bieten konnte. Allerdings haben die sehr dünnen Platten aus Feinsteinzeug Eigenschwingung aufgenommen (die man, technisch betrachtet, leicht hemmen oder auch beseitigen kann). Bei der Verwendung von Verbundsicherheitsglas (VSG) und dann zudem für den vorderen Hauptreflektor in größerer Dicke (die Feinsteinzeuge im Versuchsaufbau waren nur 9 mm dünn) spielt die Eigenschwingung des Materials eine untergeordnete bis gar keine Rolle mehr: Die dauerelastischen Zwischenfolien im VSG wirken sich schwingungshemmend aus.

Selbstverständlich sind die im Versuchsaufbau von mir gewählten Feinsteinzeuge zu klein für „reale“ Raumanforderungen, mit Höhen der Reflektoren von nur 24 (vorn) bzw. 16 cm (innen). Für den Versuchsaufbau und den relativ kleinen Raumabschnitt jedoch waren die Ergebnisse auch so aussagekräftig. Als vorteilhaft wiederum erwies sich, dass es günstige Standardformate waren, die auch nicht zu schwer sind, damit ich mit sehr vereinfachten Trägern aus Holz arbeiten konnte. – Für „reale“ Anwendungen sind Feinsteinzeuge auch in 40 und 60 cm Höhe als serienmäßige Standardprodukte erhältlich. In Glas wiederum kann man sich ohnehin jedes erforderliche Maß fertigen lassen.

ReFlx-System gewährleistet beste Sprachverständlichkeit

In einer von der Stadt Waltrop getragenen Schule gibt es drei unterschiedliche Räume, die alle auf ihre Weise die hervorragende Sprachverständlichkeit unter Beweis stellen, die das neuartige ReFlx-System von Raumakustik Premium gewährleistet.

In einem Raum der zuvor keine akustische Berücksichtigung erfahren hatte und schlicht in der gewohnten Weise miserabel war im Hinblick auf Sprachverständlichkeit und den damit einhergehenden Stress, ist ausgestattet mit den so genannten C-Cases.

Raum 116 bietet Lehrkräften und der Schülerschaft nun eine herausragende Sprachverständlichkeit.

hier geht es zum Video

Das C-Case stellt sozusagen die 2. „Evolutionsstufe“ für das neue Konzept dar, Räume sowohl über die Raumkanten zu beruhigen, als auch durch die Schall reflektierende und in einem wohl ausgewogenen Winkel angestellten Frontabdeckungen Schall sinnvoll in den Raum zurückzuwerfen. Das unterstützt für musikalische Darbietungen oder Untermalungen (z. B. Videos als Lehrmaterial) die sehr klare Tonwiedergabe – bietet aber vor allem eine hohe und reine Sprachverständlichkeit, die man so bisher ohne Hinzuziehung elektroakustischer Unterstützungen nicht gekannt hat.

eine Weiterentwicklung mit besonderem Bonus: das ReFlx-System

Eine konsequente Weiterentwicklung stellt das ReFlx-System dar, das mit größeren Reflektorflächen und ganz ohne Resonanz auskommt. Denn vorbehaltlich künftiger, genauerer Untersuchungen deutet sich an, dass ein Raum von einer Größe eines Klassenraums, also beispielsweise runden 60 qm Fläche bei Raumhöhen zwischen 3,00 und 3,40 m, auf den Einfluss von Resonanz gut verzichten kann. Resonanz wird erst dann wieder relevant, wenn man mit deutlich (!) mehr Oberfläche und Resonanzvolumen einer Frequenzumwandlung ein Gewicht einräumt.

R 122, mit ReFlx-System, ist stärker entstört + bietet noch einmal verbesserte Sprachverständlichkeit.

Nicht nur: In diesem Preis-Leistungsverhältnis gibt es keine bessere Sprachverständlichkeit…

Video zu Raum 122 hier

… sondern tatsächlich überhaupt kann diese Klarheit für sprachliche Kommunikation andernfalls nur erreicht werden, falls additiv teure elektroakustische Anlagen einbezogen würden. Und auch die Klarheit für Musikwiedergaben oder Musikvorführungen ist einmalig und konnte in dieser Weise bisher nicht realisiert werden.

auch zur akustischen Wiederherstellung geeignet: ReFlx

Einbau des ReFlx-Systems – gerade wegen der vollfächig akustisch wirksamen Decke

Ein weiterer Raum ist mit dem ReFlx-System akustisch so wiederhergestellt worden. Zuvor auch dem Arbeitsschutz durch die Ausrüstung mit vollflächig bedämpfender Decke nur noch unzureichend entsprochen, herrscht hier jetzt eine außerordentliche Sprachverständlichkeit. Die höheren Frequenzen (= Konsonanten) wurden zu stark absorbiert, so dass trotz der an sich als angenehm empfundenen Arbeitsatmosphäre bisher permanent mit hoher Sprechanstrengung unterrichtet werden musste.

Demo-Video zu Raum 222 hier

Nicht minder profitiert man selbstverständlich auch schülerseitig durch die nun hohe Sprachverständlichkeit. Kaum ein Aspekt spielt in der Unterrichtung eine größere Rolle, wenn es um Chancengleichheit geht, als die gute Sprachverständlichkeit.

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Ein besonderer Vorteil des Systems ist, dass man bei Bedarf sogar mit komplett schallharten Materialien vorgehen kann – das heißt: etwaig auch in > Glas.

Wer Holz möchte, aber zurückhaltender: Oberfläche mit schadstofffreiem Dekorwachs weiß getrimmt.

Durch die Raumakustik…

„Durch die Raumakustik muss ein Ruck gehen“ – so der Titel meines jüngsten Buches. Mit Kritik an einer DIN 18041 – die nicht neu ist, aber offenbar neu in dieser umfangreichen Form. Mit Kritik an den vorhandenen Modellen und Berechnungen zur Raumakustik, derweil bisherige Ansätze nicht zu dem führen, was uns eine DIN 18041 verspricht, nämlich zu guter Sprachverständlichkeit.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Vorgabe, der Arbeitsschutzregel „ASR A3.7“, die zwar Grunderwartungen an den Gesundheitsschutz in den Raum stellt, sich aber technisch letztlich nicht festlegt, scheint eine DIN 18041 technische Weiterentwicklungen nicht zu kennen – oder möchte diese nicht zulassen.

Wichtiger noch als konkret die Kritik am Regularium ist hingegen die Kritik an den physikalischen Grundlagen zur Raumakustik. Ich zeige Mängel auf, ich biete neue Perspektiven und gebe Richtungshinweise für einen neuen Blick auf Schall und auf die Raumakustik. Denn die bisherigen Betrachtungen und Modelle haben wesentliche Aspekte nicht berücksichtigt, so dass die gesamte mathematisch-theoretische Betrachtung zur Raumakustik seit den 1920er Jahren in eine falsche Richtung gelaufen ist. So hat sich ein sehr unvollständiges Bild ergeben, mit dem man offenbar stets gut rechnen kann – aber keine Raumakustik berechnen, die zu reinem Klang und guter Sprachverständlichkeit führt.

Mit dieser Publikation stelle ich auch mein Konzept vor, zeige vor allem aber neue Ansätze und Lösungswege für die Raumakustik auf.

Hier gibt es eine 20 Seiten umfassende Leseprobe. Das Inhaltsverzeichnis finden Sie dort ebenfalls und gesondert.

ISBN 978-3-347-37097-5 (Paperback) •• nehmen Sie Kontakt mit mir auf (Anruf oder eMail) oder bestellen Sie direkt im Buchshop von tredition. EUR 24,00

ISBN 978-3-347-37099-9 (eBook) •• tredition. EUR 16,00

KiTa gleich Lärm – eine unvollständige Gleichung

Weshalb das eine unvollständige Gleich ist, dazu möchte ich später kommen.

Denn eines steht meistens im Vordergrund: Die enorme Belastung von Erzieherinnen und Erziehern in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kindertageseinrichtungen… Und eines fällt immer wieder auf: Auch NACH akustischen Maßnahmen ist das Problem des bloßen Lärms nicht wirklich bewältigt. Und das, obgleich man – das wird immer wieder beklagt – nach anders gearteten Bedämpfungsmaßnahmen immerhin ein wenig Entlastung empfindet.

hier das C-Case, eine dem ReFlx-HolzRS ähnliche Ausführung, in einem Realschul-Klassenraum

Kinder sind oft laut, wenn sie engagiert miteinander umgehen, oder wenn sie begeistert vom Wochenende erzählen, wenn sie in heller Aufregung ein Ereignis erwarten… Oder Kinder werden einfach laut, weil sie viele in einem Raum sind – und ein jedes Kind für sich darum ringt, Gehör und Beachtung zu erlangen. LÄRM hingegen entsteht durch den RAUM, nicht durch die Kinder! Der Raum selbst bietet die Ursache für LÄRM. LÄRM ist etwas, das zum Beispiel durch eine akustisch wirksame Decke abgeschwächt werden kann. Jedoch: LÄRM entsteht vorrangig und in erster Linie in den Raumkanten – und erst in zweiter Linie durch die Vielzahl lauter Schallquellen.

Lärm muss in den Raumkanten neutralisiert werden

Das bisher beliebteste Mittel, um den LÄRM in KiTas in den Griff zu bekommen, ist Absorption. Die aber führt auch dazu, dass es um die Sprachverständlichkeit in Betreuungsräumen weiterhin schlecht bestellt ist – vor ebenso wie immer noch nach aufwändigen und teuren akustischen Maßnahmen. Alle bisherigen Maßnahmen schlucken in erster Linie die mittleren und höheren Frequenzen. – Gut so, denkt man spontan, sind doch Kinder nicht in den tieferen Frequenzen laut, sondern überwiegend in den höheren!

Gerade in KiTas: Spracherwerb bedarf optimaler Sprachverständlichkeit !

Nun ist es jedoch auch kein Geheimnis, wie wichtig für Kinder diese vorschulische Lebensphase im Alter von 3 bis 6 Jahren ist, wenn es um den Spracherwerb geht. Der uneingeschränkte Spracherwerb wiederum bedarf einer möglichst sehr guten Sprachverständlichkeit.

Eine optimale Sprachverständlichkeit lässt sich erreichen, indem man sowohl den Lärm in geschlossenen Räumen über die Raumkanten auflöst, als auch die mittleren und höheren Frequenzen durch Reflexion noch einmal unterstützt.

ReFlx–HolzRS – eine einfach zu montierende Einheit, die in Reihe in die Raumkanten gehängt wird – schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe

Aus reinen und unbelasteten Holzwerkstoffen hergestellt, bietet ReFlx – HolzRS eine sehr simple Montage, die für eine robuste und stabile Fixierung sorgt und viele Zwecke gleich in einem Zuge abdeckt: • Sie bewältigen den lärmenden Raumkanteneffekt komplett • Sie steigern die Sprachverständlichkeit erheblich • auch in kleineren Räumen kommt nicht das unterschwellige Gefühl von Enge und Bedrückung auf • Sie bringen ein ungewöhnliches und zugleich doch extrem zurückhaltendes Gestaltungselement in einen Raum ein • Sie geben weniger Geld aus für mehr Effektivität + mehr Gesundheitsschutz.

Lärm im Büro – Hauptursache nicht übersehen

Bei Lärm am Arbeitsplatz und Lärm im Büro ist das erste Problem ein Hemmnis, sich überhaupt zu melden. Man kann Kolleginnen oder Kollegen nicht vorwerfen, dass sie laut telefonieren und um Deutlichkeit ringen, wenn sie zum Beispiel viel mit Menschen telefonieren, die sich zugleich in einem lauten Umfeld befinden. Das können Montagehallen sein, Lagerhallen oder einfach Fahrzeugkabinen.

Hier benötigt man selbstverständlich akustische Maßnahmen direkt am Arbeitsplatz, also Abschirmungen um einen Schreibtisch herum.

Raumkanten: Wie ein Gaukler mit der Schnarre

Ein anderes Wort für die Schnarre ist „Ratsche“ – die regelmäßig aus Holz gefertigt ist. Sie macht Lärm. Sie macht Krach. Und das auch ziemlich sinnlos. Außer, es geht gerade einmal und ausnahmsweise darum, gezielt viel Lärm zu erzeugen. Der Vergleich trifft deshalb gut zu, weil durch die Phasenverschiebung in Raumkanten ein ganz besonderer Lärm entsteht, der mit den Geräuschen der Ratsche durchaus vergleichbarer ist, als man das auf den ersten Blick erwartet.

Lärm in Raumkanten – das hartnäckigste Problem

– mit dem ReFlx-System für beste Sprachverständlichkeit: praktische Anwendungen im Schulalltag –

Wenn nun Büros durch viele sinnvolle Maßnahmen beruhigt worden sind, dann tritt dieser Gaukler mit der Schnarre plötzlich noch deutlicher hervor – und sticht gleichsam mit der stumpfen Nadel auf das Trommelfell ein. Denn selbst dann, wenn sogar als bauliche Maßnahme die Decke bedämpft worden ist, dann gibt dieser Gaukler keine Ruhe: Der akustische Effekt in Raumkanten muss in besonderer Weise berücksichtigt werden, sondern kommt der Lärm aus den Raumkanten heraus nicht zur Ruhe.

mit dem C-Case den Raumklang klären… und wie das klingt

C-Case: den Raumkanteneffekt auslöschen

Es gibt aber einen einfachen Weg, um Ruhe in Räume zu bringen: Man denkt den Lärm in Räumen von den Raumkanten aus. Dabei muss man je nach Ausstattung des Raumes auch die Senkrechten berücksichtigen, nicht nur Raumkanten von Wand zu Decke.

Damit geht man den Lärm von dort aus an, wo der größte Lärm entsteht – nämlich in den Raumkanten. Hat man die Raumkanten im Griff, dann kann man in nächsten Schritten alle weiteren Maßnahmen abgestimmt angehen. – Nun kann man gezielt klären, welche akustischen Maßnahmen als nächstes Sinn machen: Muss man Lärmentwicklungen an einzelnen Büroarbeitsplätzen in den Griff bekommen? Muss man den Lärm von einzelnen Montagearbeitsplätzen reduzieren? Benötigt man in Besprechungsräumen einerseits eine gute Sprachverständlichkeit für die Diskussion in Gruppen von 12 oder 20 Personen – möchte aber zugleich noch etwas weniger Halligkeit im Raum?

Lärm am Arbeitsplatz: nicht bloß laut

Auch ein Raum, der messtechnisch angemessen bedämpft worden ist, kann dennoch laut sein. Das liegt daran, dass im Durchschnitt des so genannten Nachhalls zwar die mittleren und höheren Frequenzen z. B. durch eine bedämpfende Decke ins Soll gewzungen werden können. Aber dieser Nachhall ist sozusagen ein Durchscnittswert – des Gesamtnachhalls PLUS jener Störung, die aus den Raumkanten hervorgeht.

Lärm: Arbeitsalltag gesundheitlich bedenklich

Der Einfluss der Raumkanten und insbesondere der Raumecken wird nur selten explizit berücksichtigt. Diese aber – vor allem die Raumecken – sind in Räumen am lautesten. Das ist erst einmal nichts als blanke Physik. Es sind physikalische Gegebenheiten, die aber für bloße Lautheit sorgen, ohne günstige Verstärkungen von Schall zu erbringen.

– mit dem ReFlx-System für beste Sprachverständlichkeit: praktische Anwendungen im Schulalltag –

Kleine Faktoren – große Wirkung

In Bezug auf die Raumkanten und Raumecken gibt es verschiedene Einflüsse, die den negativen Effekt und die tatsächliche Lautstärke hervorrufen können. Im Büro steht zum Beispiel ein Drucker, der von mehreren Personen genutzt wird – und somit für Einzelne unabsehbar für Geräusche sorgt. Eine Kollegin oder ein Kollege telefoniert lauter als andere – einfach, um sich verständlich zu machen (etwaig wegen vieler Telefonkontakte mit Lkw- oder Auslieferungsfahrern, mit Lageristen, mit Monteuren…). All solche Faktoren bleiben überwiegend unberücksichtigt, wenn jemand Ihnen Maßnahmen vorschlägt oder gar bereits ausgeführt hat, um einen Raum akustisch zu beruhigen.

Ähnliches gilt aber auch für den Besprechungsraum, der nun ausdrücklich ein Kommunikationsraum ist: Hier teilt man sich mit, hier tauscht man sich aus. Hier steht die sprachgestützte Mitteilung im Vordergrund. – Fast schon versehentlich wird hier besonders gern eine vollflächig bedämpfende Decke eingezogen, um des Problems der schlechten Sprachverständlichkeit Herr zu werden.

Was einkehrt, wenn eine akustisch wirksame Decke in einem Raum neu installiert worden ist – und was spontan positiv zur Kenntnis genommen wird – ist: Ruhe.

ReFlx mit Frontreflektoren aus Fichte-Dreischicht in einem Klassenraum

Aber bald fällt im praktischen Alltag von Vorträgen, Dienstbesprechungen und Diskussionen auf, dass die Sprachverständlichkeit miserabel und mithin der Lärm keineswegs bewältigt ist.

unberechtigte Selbstzweifel

Was sich als erstes meldet, nachdem solche akustischen Maßnahmen erfolgt sind, ist der Selbstzweifel. Ist man überempfindlich? Ist man unkonzentriert, unaufmerksam, abgelenkt? Bildet man es sich nur ein, die anderen nicht gut zu verstehen? Und war man nicht ohnehin in seinen „wilden Jahren“ ein paar Mal zu häufig in der Diskothek oder ist allzu sorglos beim Heimwerken oder auf Montagen zu sorglos mit Maschinenlärm umgegangen? – Es ist doch kostenintensiv für Abhilfe gesorgt worden. Nun muss es doch endlich gut sein!

Aber: Nein, muss es nicht – und ist es nicht. Denn fast regelmäßig liegt die Ursache allein in den Raumkanten. Lärm, der in den Raumkanten entsteht, ist nicht das einzige Problem, vor allem nicht in Mehrpersonenbüros. Jedoch wird Lärm am Arbeitsplatz auch wesentlich mitbestimmt von jenem Lärm, der am liebsten übersehen wird: Der Lärm, der in den Raumkanten entsteht.

Hören Sie sich an, wie das ReFlx-System für eine gute Sprachverständlichkeit sorgen kann: das ReFlx-System in einem Klassenraum – vorher/nachher (Video auf meinem Youtube-Kanal).

Lärm in Klassenräumen – Alltag in Schulen

In Klassenräumen ist der Bedarf einer guten Raumakustik am augenfälligsten. Denn noch ist Lärm der Alltag in Schulen. Kinder lärmen nicht nur in den Pausen, auf dem Schulhof. Sondern Kinder lärmen auch in Klassenräumen. Aber Kindern kann man daraus keinen Vorwurf machen!

Die Klassenräume selbst sind laut!

Kinder sind wissbegierig – und lernwillig. Sie stellen sich motiviert den Umgebungsbedingungen – und passen sich an. Das gilt aber auch für Klassenräume, auf die Kinder von sich aus und konstruktiv reagieren. Und LÄRM lieben auch Kinder nicht – sie machen nur manchmal gerne Krach. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ist etwa Sie Sprachverständlichkeit in einem Raum schlecht, so versuchen Kinder, sich durch mehr Lautstärke verständlich zu machen. Wenn wiederum die Grundlautstärke in einem Klassenraum hoch ist, dann stören sie auch gern und unbedarft lauter, als es allen in einer Klasse gut tut. Es fällt ja nicht so auf… Oder es ist gerade einfach wichtiger, sich für nachmittags zu verabreden, statt dem Unterricht zu folgen… Was nicht gut hilft, sind Bedämpfungen von Räumen nach Vorgaben der DIN 18041. Denn dann werden Decken bedämpft. Oder es wird – wenn Hörgerät tragende Personen inkludiert werden sollen – über Rückwand und Teppiche noch stärker bedämpft. In dem einen Fall wird die Sprachverständlichkeit reduziert. In dem anderen Fall ist die Sprachverständlichkeit so tief im Keller, dass Lehrkräfte permanent lauter sprechen… und auch die Fragen oder Antworten von Schülerseite schlechter verstehen können.

Kindern eine Motivation bieten, umsichtig zu sein

Weshalb hilft das Bedämpfen der Decke nicht wirklich? Denn zunächst ist ein solcher Raum doch angenehm beruhigt!?

Hier nun in kurzen Worten: Zum einen, je stärker man einen Raum über absorbierende Flächen bedämpft, desto mehr der mittleren und hohen Frequenzen gehen verloren. Zum anderen – und zudem: Je stärker man Raumdecken bedämpft, desto stärker wird den mittleren und höheren Frequenzen die förderliche Unterstützung entzogen. Das heißt: Die Reflexion mittlerer und höherer Frequenzen an der Raumdecke wird zum Direktschall addiert – und auf diesem Wege verstärkt… was die Hörbarkeit von Konsonanten unterstützt.

Was hilft? Um GUTE Sprachverständlichkeit zu erzielen?

Erst bei Bedämpfung der Decke UND der Wände kann auch der akustische Effekt in Raumkanten ausgeschaltet werden. Dann aber ist ein Raum schon praktisch schalltot.

Besser belässt man also die Decke schallhart, um die Reflexion mittlerer und höherer Frequenzen zu begünstigen.

Und nun kann man zusätzlich mit den C-Cases eine günstige Reflexion aus den Raumkanten heraus nutzen – zugleich aber mit den C-Cases den ungünstigen akustischen Effekt der Raumkanten ausschalten. Denn:

WAS man unbedingt in den Griff bekommen muss, sind die Raumkanten. DORT entsteht der schlimmste Lärm. Und besonders in den Raumecken – also dort, wo drei Raumkanten aufeinandertreffen (!) – wird es am lautesten in einem Raum.

Informieren Sie sich über das C-Casein Klassenräumen: C-Case CM und CMB.

C-Case bringt Ruhe in Klassenraum

Seit dem 26 September 2020 muss ich mich nicht mehr allein auf meine Versuche unter „Labor“-Bedingungen stützen, um die theoretischen Erarbeitungen meines Konzeptes im praktischen Test zu untermauern: In Waltrop, in der Städtischen Realschule, ist nun ein Raum mit meinen C-Cases ausgestattet.

C-Case von Raumakustik Premium nimmt den Lärm in einem Klassenraum – und sorgt für beste Sprachverständlichkeit

Dabei geht es mir nicht darum, einen Raum so genannt zu „bedämpfen“. Sondern es geht darum, die Raumakustik nach Gesichtspunkten der Klarheit des Klanges – und damit dann sowohl auf die Sprachverständlichkeit hin, als auch für Videovorträge und musikalische Beiträge zu optimieren. Ich werde demnächst auch nähere Ausführungen zum Thema und konkret zu diesem Klassenraum anbringen.

Sprachverständlichkeit steht in Klassenräumen im Vordergrund

Zunächst einmal und ganz „spontan“ muss ein Video reichen, das ich auf Youtube eingestellt habe. • An dieser Stelle nur schon einmal so viele Worte: Ich breche mit meinen Produkten den Raumkanteneffekt, indem ich Absorption + Reflexion in einem einbringe; durch den reflektiven Anteil unterstütze ich die höheren und hohen Frequenzen, die wegen der Deutlichkeit der Konsonanten besonders wichtig sind für die Sprachverständlichkeit. • Den Regeln und Erwartungen einer DIN 18041 wird dieser Raum nicht gerecht – jedoch wird er, wenn sich Lehrkräfte und vor allem Schülerl den sehr klaren Raumklang erst kennengelernt haben, umso mehr den Erfordernissen des Arbeitsschutzes gerecht werden, insbesondere also der Arbeitsschutzrichtlinie ASR A 3.7.

C-Case ist unaufdringlich in der Erscheinung – aber groß in der Wirkung.

Die C-Case ist ein 50 cm breites Element aus Holz und Holzwerkstoffen, das praktisch endlos in die Raumkanten gehängt und durch die recht kleine Staffelung in Halbmeter-Schritten in jeden Raum hinreichend eingepasst werden kann.

bester Klang auch für Daheim + im Büro: C-Case H&O

Das C-Case (jedoch in leichter Abwandlung) gibt es auch für Daheim und für kleinere Büros: Auch dort – in der Küche daheim, im Wohnzimmer, im Heimstudio, im Büro – sorgt die C-Case H&O für die Grundentstörung eines Raumes. Selbstverständlich kann es dann Wunsch oder Bedarf sein, mit zusätzlichen Maßnahmen den Raum ganz gezielt den persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Meistens aber ist der Raum dann schon hinreichend klar im Klang, so dass gar keine weitere Bedürfnisse mehr bestehen, den Raum zusätzlich zu bedämpfen.

Lesen Sie auch, wie wichtig die Entstörung der Raumkanten im heimischen Studio oder daheim im HiFi-Wohnzimmer ist.

(eine erste Kostenorientierung finden Sie hier)