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Lärmbekämpfung

Lärmbekämpfung in Räumen muss sich primär auf das Kantenvolumen stützen – nicht auf Decken und Wände. Wegen des besonderen Störpotenzials des Kantenvolumens sind es diese, die Raumkanten und -ecken, auf die man zu allererst schauen muss.

… statt Absorption auf Teufel-komm‘-raus

Was in der Raumakustik als „Stand der Technik“ gilt, könnte böswillig sein – wenn es nicht schlicht ein Irrtum wäre:

Es ist nämlich sachlich nicht richtig, dass ein kurzer Nachhall für einen klaren Raumklang und eine so genannt „gute Hörsamkeit“ sorge. Aber dieser Fakt wird auch in der Raumakustik physikalisch nicht hinreichend verstanden. Selbst den Lärm bekämpfen starke Bedämpfungen nur eingeschränkt, obwohl die Räume dann im ersten Hören stets ruhig erscheinen. Sondern der Nachhall ist ein subjektiv sehr unterschiedlich empfundenes Kriterium für so etwas wie akustischen Komfort.

Auch ist sachlich nicht richtig, dass es mehr oder weniger egal sei, wo absorbierende Oberflächen installiert werden. Sondern zum einen ist es sehr wohl wichtig, WO man überschüssige Schallenergie einfängt. Zum anderen ist physikalisch nicht richtig, dieses allein durch poröse Absorber leisten zu können.

In der Lärmbekämpfung aber tut man genau das viel und gern: Absorbieren was das Zeug hält – praktisch ausnahmslos mittels poröser Materialien.

ReFlx®: Lärmbekämpfung ohne Nebenwirkungen

Wenn ich mit der folgenden Abbildung nun aber selbst poröses Material zeige, dann mag das irritieren. – Jedoch: In die Trägerkomponente des ReFlx®-Systems integriert, absorbiert das poröse Material die überschüssige Schallenergie im vom übrigen Raum separierten Kantenvolumen. Der Frontreflektor definiert Umfang & Charakter der Wirksamkeit des ReFlx®-Systems innerhalb des Frequenzbandes. Jedoch, was an Schallenergie hinter den Frontreflektor gelangt, kehrt ohnehin nicht mehr zurück in den Raum. Und das soll sie ja auch nicht.

Auf diese Weise erhöht das poröse Material die Wirksamkeit des Systems zugunsten der Inklusion. Hingegen wird das im Raum verfügbare Frequenzspektrum nicht beeinträchtigt.

das ReFlx-System  während der Montage
eine Variante des ReFlx®-Systems: Montage-Zwischenschritt zeigt das Trägerelement

Weiterhin ist die Behauptung falsch, kurze Nachhallzeiten sorgten zwangsläufig für Klangqualität und Komfortgefühl. Sondern, im Gegenteil, in Umgebungen mit geringen Nachhallzeiten sind regelmäßig mittlere und höhere Frequenzen besonders stark beeinträchtigt. Solche Räume klingen um so muffiger, dumpfer, beengter, je stärker sie bedämpft sind.

Starke Bedämpfungen führen somit oft dazu, dass Räume als erdrückend oder deprimierend wahrgenommen werden. Das hat auch damit zu tun, dass die Sprachkommunikation in stark bedämpften Räumen sehr anstrengend ist. Man ist gezwungen, lauter zu sprechen – und man muss umso mehr die Ohren spitzen.

Aber darüber hinaus wird die unterbewusste Orientierung erschwert. Dem Gehirn wird durch starke Bedämpfungen die Möglichkeit genommen, sich über das Hören Informationen zur Umgebung einzuholen. Die unterbewusste Orientierung ist stark eingeschränkt oder gar unmöglich. Die Reaktionen darauf sind individuell sehr unterschiedlich. Überwiegend aber ist das Unterbewusstsein dadurch mit einer Bedrohungssituation konfrontiert.

Hörsinn ist 24/7 aktiv

Ohnehin ist seit Jahrzehnten weithin bekannt, was die meisten in der Akustikbranche Tätigen auch gern mit Amüsement und offen einräumen:

„Ist die Nachhallzeit kurz, dann ist die Sprachverständlichkeit noch lange nicht gut. … ist der Raumklang nicht zwangsläufig klar und rein.“

Auch die kritischen Betrachtungen, die Wallace C. Sabine schon vor über 100 Jahren gegenüber der Absorption beigetragen hat, könnten für die Wissenschaft ein Ansporn sein. Stattdessen begnügt man sich damit, dass Sabine recht früh eine Formel entwickelt hatte, mit der sich leicht arbeiten lässt. Aber diese vereinfachende Formel ist nicht der einzige Grund, weshalb normativ kurze Nachhallzeiten als Anforderung festgelegt werden.

Maßgeblich für die Klarheit oder Reinheit von Klang ist das Ausmaß der Bewältigung von Störeinflüssen, die explizit im Kantenvolumen (!) entstehen. UND zugleich ist der Ausgleich, die Harmonisierung der tatsächlichen Schallenergie im Raum von bedeutender Wichtigkeit. Es geht dabei um nicht weniger als die bloße Energie.

Schall erliegt in Abhängigkeit von den Frequenzen in unterschiedlichem Maße sowohl allein schon der Luftdämpfung, als auch der Absorption durch unterschiedliche Materialien und Körper (im weitesten Sinne: von anwesenden Personen bis zu Gegenständen aller Art oder auch baulichen Gegebenheiten).

Bedämpfung: nicht automatisch Lärmbekämpfung

Die Installation des ReFlx®-Systems sorgt dafür, dass ruhig und entspannt gesprochen werden kann.

Allein durch die Luftdämpfung werden die für Sprache so wichtigen höheren Frequenzen bereits ab ca. 4 Metern sehr stark beeinträchtigt. Den Schall absorbierende Flächen oder auch Gegenstände verstärken diesen effekt noch. Vorgeblich zum Zwecke der Lärmbekämpfung: um Störgeräusche abzumildern.

ReFlx® hingegen entstört zwar die Räume hochwirksam über das Kantenvolumen. Jedoch bewirkt es auch eine deutliche Verstärkung der mittleren und höheren Frequenzen, sodass in durchschnittlich großen Klassenräumen oder Besprechungsräumen das Verstehen von Sprache an JEDEM Hörort im Raum gleich gut gelingt.

Umgekehrt kann man an jedem beliebigen Ort in einem solchen Klassenraum oder Besprechungsraum einen Einwurf oder Beitrag leisten: Jeder an jedem anderen Hörort im Raum kann ihn gut verstehen.

gute Hörsamkeit = entspannte Atmosphäre

Das – nun auf eine Schulklasse bezogen – führt dazu, dass Lehrkräfte eine deutliche Entlastung erfahren. … und deutlich entspannter unterrichten. Die Nerven von Lehrkräften zu schonen UND zugleich Schülerinnen und Schülern das Verstehen und die Teilnahme am sprachlichen Austausch zu erleichtern, führt „wie von selbst“ auch zu einer effektiveren Unterrichtung. – Und zu ECHTER Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche.

Oder auf Unternehmen oder Verwaltungen bezogen, führt eine gute Raumakustik zu einer entspannten Atmosphäre bei Besprechungen, Verhandlungen, Seminaren…

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Sprache lernen: Spracherwerb in KiTas

Ich hatte für lange Zeit mit aller Zurückhaltung respektiert, dass der Ruf in KiTas schlicht nach Absorption gang und gäbe sei: Die Bevorzugung vollflächig bedämpfender Decken erschien naheliegend – wegen des Lärm-Problems. Aber dass Kinder in KiTas Sprache lernen, ist eines der wichtigsten Ziele der frühkindlichen Erziehung.

Tatsächlich musste außerdem nicht nur ich selbst wiederholt vor Ort feststellen, sondern bekam auch in den verschiedensten Einrichtungen von Erzieherinnen immer wieder bestätigt, dass selbst mit sehr stark bedämpfenden Deckensystemen der Lärm in Betreuungsräumen nicht bewältigt ist!

Das ist an sich auch vollkommen logisch: Schallharte Flächen reflektieren Schall, verstärken ihn aber nicht. Raumkanten hingegen sind, vereinfachend dargestellt, wie „Trichter“… und reflektieren Schall nicht einfach, sondern potenzieren die Schallenergie.

ReFlx-System im OGS-Begtreuungsraum der Lindgren-2-Schule, Waltrop

Man investiert einen großen Aufwand in die Installation „vollflächig bedämpfender Decken“. Viel Schallabsorption bringt auch stets viel Ruhe – der spontan und gern das überschwängliche Lob gilt.

Aber sobald die Kinder laut werden, entstehen weiterhin Lärmspitzen, die wegen der hohen Kinderstimmen in den Ohren schrill und klirrend hämmern. Klagen über diese Enttäuschung höre ich immer wieder. Und das Schamgefühl wird auch mal offen ausgesprochen: Man habe sich anfänglich begeistert gezeigt – nach Sanierungen oder Nachrüstungen zugunsten der Lärmbekämpfung.

Auch für KiTas gilt, dass Lärmbekämpfung grundsätzlich in den Raukanten beginnt. Darüber hinaus ist gerade in KiTas die Klarheit von Raumklang wichtig: nämlich eine gute Sprachverständlichkeit. Denn der Spracherwerb steht und fällt mit der Deutlichkeit der gehörten Worte und Sätze: „Sprache lernen“ heißt im frühen Kindesalter schlicht, Sprache zu hören.

Sprache lernen + Sprachverständlichkeit

Ein anderer Grund, weshalb ich zu dem Thema der Sprachverständlichkeit in KiTas nicht mehr respektvoll schweigen kann, sind Neurobiologen. Deren Forschung hat bedeutsame Erkenntnissprünge dahingehend erbracht, wie Gehirn lernt und wie Neuronen wirklich funktionieren. Insbesondere seit den Nuller-Jahren unseres Jahrhunderts ist man hier bedeutsam weiter gekommen.

Die Titelabbildung geht auf James J. Heckman zurück. Dieser amerikanische Ökonomen hatte sich u. a. mit der Frage befasst, wann Investitionen in die Bildung die höchste Rendite abwerfen.

Oder ich fasse Manfred Spitzer aus einem seiner Vorträge kurz: „Wenn Sie einen Euro in Bildung investieren wollen – wo tun Sie das? Im Kindergarten.“

KiTa ist auch sprachlich: Prägungsphase

Spitzer weist immer wieder mit Nachdruck darauf hin, wie wichtig gerade der Spracherwerb gerade in KiTas ist. Kaum eine Phase ist wichtiger für Spracherwerb & Sprachentwicklung der Kinder, als die der 3- bis 6-Jährigen. Und gerade in der Gegenwart, in der zunehmend Kinder mit Migrationshintergrund in den KiTas sind, gewinnt dieses Thema an Bedeutung. Die KiTa bedeutet für diese Kinder oft auch den erstmaligen Eintritt in die deutschsprachige Gesellschaft. KiTa-Phase ist zugleich Prägungsphase. Nicht nur sozial, sondern auch sprachlich! Und so wird die KiTa auch zum Nährboden für Chancengleichheit – oder die Manifestation von sozialer Benachteiligung.

Maßgeblich und in erster Linie der Spracherwerb im frühen Kindesalter entscheidet über die CHANCENGLEICHHEIT – des Kindes und im späteren Leben. Weniger das Bildungsangebot in der Schulzeit, als vielmehr der Spracherwerb im KiTa-Alter legt bereits ein Fundament für den späteren Zugang zu Bildung.

Raumkante entscheidet über Chancengleichheit

Im gesellschaftlichen Durchschnitt – das ist ja längst kein Geheimnis mehr – zeigt sich, dass bereits früh Wege vorgezeichnet werden. Je früher die Umstände misslich sind, desto mehr Türen bleiben später verschlossen. Oder: … desto mehr Weichen werden individuell falsch gestellt. Chancengleichheit ist im langen Erwachsenenleben bedeutsam – wird aber im Wesentlichen im Kindesalter entschieden.

Deshalb ist eine außerordentliche Klarheit von Sprache in den Räumlichkeiten von Kindertageseinrichtungen von so zentraler Wichtigkeit!

Das ReFlx®-System erschafft solche Klarheit von Raumklang, erschafft eine extreme Sprachdeutlichkeit, erbringt eine Sprachverständlichkeit der höchsten Qualität. Und – weil es eine grundlegende Neuentwicklung von 2020 ist – KANN das zur Zeit ALLEIN das ReFlx®-System.