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Inklusion 3.0

„Inklusion bedeutet“, so erklärt die „Aktion Mensch“ auf ihrer Website, „dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört.“

Das ist nicht möglich in Räumen, die gemäß DIN 18041 akustisch „inklusiv“ ausgestattet werden.

DENN 1.: Nun bedarf es erst einmal der Elektroakustik, da sonst zwar jeder mitmachen „darf“, wie „Aktion Mensch“ weiter erläutert – aber gar nicht KANN.

Norm verschlechtert Hörumgebung

UND 2.: Solche stark bedämpften Räume verlangen ALLEN eine besondere Anstrengung und Aufmerksamkeit ab. Für Lehrkräfte etwa bedeutet das zusätzlichen Stress – auch, wenn darüber stets nur hinter der vorgehaltenen Hand gesprochen wird.

Das ReFlx®-System ist ein passives System, das – einmal installiert – für immer und wartungsfrei die Inklusion gleich mit abdeckt.

ReFlx® mit weiß lasierter Oberfläche in einem Klassenraum

Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind, können sich besser in Gruppen und Kommunikationssituationen integrieren, als die Einbeziehung von elektroakustischen Anlagen das je leisten könnte. Schwerhörige Personen kommen allein mit ihren individuell optimierten Hörgeräten bestens zurecht.

Allein… weshalb geht das „plötzlich“ rein passiv? Wenn es doch bisher immer heißt, „gute Hörsamkeit“ erfordere kurze Nachhallzeiten, um die Hintergrundstörung zumindest hinreichend zu senken. Und wenn es doch bisher noch immer heißt, Personen mit Hörgeräten bedürften einer noch stärkeren Bedämpfung UND elektroakustischer Anlagen?

Inklusion inclusive? Wie das?

• Bitte folgen Sie diesem internen Link und lesen meinen Magazinbeitrag zum Charakter von Sprache an sich.
• Und lesen Sie bitte auch diesem weiteren internen Link: In dem betreffenden Magazin-Beitrag weise ich auf Messdaten hin, die klar physikalisch untermauern, was man auch subjektiv in einem mit ReFlx® ausgestatteten Raum als für die Kommunikation positiv wahrnimmt.
• Gewinnen Sie ein besseres Gesamtverständnis, indem Sie auch diesen nächsten internen Link nutzen und erfahren, was es mit dem „Nachhall“ wirklich auf sich hat.

Weshalb Inklusion 3.0 ?

Nun… 2-Punkt-Null mag die technische Fähigkeit sein, Sprachsignale induktiv in Hörgeräte einzuspielen.

3-Punkt-Null bedeutet, solchen Schnick-Schnack nur noch dort anwenden zu müssen, wo man anders zu keinen tragfähigen Ergebnissen gelangen kann. Also etwa bei Telefonen in Büroumgebungen oder für Durchsagen in Bahnhofshallen…

In nicht zu großen Kommunikationsräumen, also in durchschnittlichen Besprechungs- oder Seminarräumen und in allen Klassenräumen, gibt es nun hingegen mit dem ReFlx®-System einen einfachen Weg, der nicht nur für ALLE, sondern tatsächlich auch für Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind, einwandfrei und vollumfänglich inklusiv funktioniert. OHNE Elektroakustik.

DAS ist „Inklusion 3.0“.

ReFlx® im Wohnumfeld – hier kombiniert mit dem Diffusor D21
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Zielvorgabe: Inklusion

Insbesondere für Personen mit Hörschädigung lautet die Zielvorgabe auf kurze Nachhallzeiten, vermeintlich um „gute Hörsamkeit“ (DIN 18041) zu erlangen. Jedoch ist gerade für die Inklusion die Präsenz und Energie der höheren Frequenzen entscheidend – nicht aber ursächlich der Nachhall.

Das ReFlx®-System ist das genau passende Puzzle-Teil, um die Zielvorgabe, nämlich INKLUSION mit Leben zu füllen. Schon in der Entwicklungsphase des ReFlx®-Systems galt als Zielvorgabe, die Sprachkommunikation mindestens maßgeblich zu verbessern gegenüber reinen Kantenabsorbern.

ReFlx® entstört an den kritischsten Stellen UND zugleich verstärkt jene Anteile der Sprache, die für die Verständigung relevant sind. Das ReFlx®-System unterstützt genau jene Anteile von Musik, die Stimmen oder Instrumente lebhaft werden lassen, nämlich die Obertöne. <

Was, wenn sich das Hören im Dunst verliert… ?

Seit eh und je und noch heute lautet in Richtlinien die Zielvorgabe, sehr kurze Nachhallzeiten in Räumen seien gerade wichtig und günstig für Personen mit Hörbeeinträchtigungen. Ganz besonders pochen Fachleute darauf für Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind. Und pauschal werden für die Sprachkommunikation kürzere Nachhallzeiten nahegelegt, als für Musik.

Sind Sie selbst betroffen? Vermutlich sind Sie froh um jede Unterstützung, die Geräusche abmildert und Klänge, Töne und Sprache irgendwie näher bringt. Oder haben Sie – beruflich oder privat – mit Personen zu tun, die mit Hörbeeinträchtigungen leben müssen? Dann erst recht bleibt Ihnen kaum anderes, als vertrauensvoll den so genannten „Experten“ Glauben zu schenken.

Aber solche Experten in Forschung & Lehre können zugleich keinerlei wissenschaftliche Evidenz dafür vorweisen, dass geringe Nachhallzeiten günstig für die Inklusion sind. Und – ob gezielt oder aus Unkenntnis heraus: Solche Experten entwerfen ein falsches Bild von Sprache. Die „Experten“ haben die eigentliche Zielvorgabe ihrer Forschungen aus den Augen verloren.

Am so genannten „Nachhall“ liegt es nicht! Nämlich nicht ursächlich.

„Nachhall“ – kein Kriterium gemäß Zielvorgabe

Wer nun blindlings kurze Nachhallzeiten realisiert, nur weil nach Lehrmeinung kurze Nachhallzeiten gut seien für eine „gute Hörsamkeit“, erzielt genau das Gegenteil. Denn viel Absorption nimmt der Sprache gerade das, was Sprachkodierung ursächlich braucht. Oder: Nimmt dem Raum genau das, was die Klarheit, Reinheit und Tranparenz von Klang ausmacht. Die höheren – und energiearmen – Frequenzen tragen Sprachkodierung und tragen die Obertöne von Musikinstrumenten.

Genau die höheren Frequenzen sind jene Bereiche, in denen Rausch- und Zischlaute und so genannte Plosive* stattfinden.

Schließlich aber sind die höheren Frequenzen auch das, was zu allererst und bereits bei subtil beginnender Schwerhörigkeit verloren geht. Zielvorgabe kann also nicht sein, durch starke Bedämpfung, durch viel Absorption gerade die höheren Frequenzen zu schwächen! Sondern Zielvorgabe ist es, die für Sprache relevanten Frequenzbereiche gerade zu stärken.

Wenn nun Klassenräume oder Besprechungsräume zugunsten der INKLUSION nach DIN 18041 ausgestattet werden, dann raubt die noch einmal stärkere Absorption gerade jenen Personen, die ohnehin schlechter hören, genau das von der Sprache, worauf sie am dringlichsten angewiesen sind. Nämlich vor allem die höheren Frequenzen.

Aber gerade mit den höheren Frequenzen steht und fällt die Klarheit von Raumklang – und die Sprachverständlichkeit.

Elektroakustik für Inklusion: reiner Kommerz

Elektroakustische Hilfsmittel und die induktive Übermittlung von Sprachsignalen an Hörgeräte hat sehr wohl seine Berechtigung. Allerdings nur dort, wo es rein physikalisch nicht anders geht. Also zum Beispiel für Durchsagen in Bahnhofshallen… Oder für Telefone in Mehrpersonenbüros…

Kommunikationsräume benötigen laut DIN 18041 elektroakustische Anlagen mindestens für Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind. In gemäß Norm stark bedämpften Räumen geht deshalb nichts mehr ohne Elektroakustik, weil sie falsch physikalsich ausgestattet sind.

Tatsächlich bedarf es für durchschnittliche Klassenräume oder Besprechungsräume gar keiner Elektroakustik. Mit dem ReFlx®-System lassen sich Räume rein passiv so ausstatten, dass auch Personen schrankenlos eingebunden werden, die auf Hörgeräte angewiesen sind.

Elektroakustik bedeutet zudem einen Teufelskreis in einer Anschaffungs- und einer Spirale der unaufhörlichen Service-Dienstleistungen, von denen man fortan abhängig ist.

Selbst-Betroffenheit als Kompetenz-Garantie?

Aber was ist zu erwarten, wenn selbst Betroffene vehement darauf beharren, der Nachhall müsse zugunsten schwer Hörender noch stärker bedämpft werden? Was erwarten, wenn etwa ein Akustiker, der selbst von Schwerhörigkeit betroffen ist und Hörgeräte nutzt, sich im Normen-Unterausschuss engagiert – und auf kurze Nachhallzeiten besteht? Ja… muss dann nicht korrekt + angemessen sein, was in DIN 18041 „empfohlen“ wird!?

Wo für Kommunikationsräume – also z. B. Seminar- und Besprechungsräume oder Klassenräume – streng nach Norm eine kurze Nachhallzeit realisiert wird, da kehrt schon bald Enttäuschung ein. Denn wer spontan erfreut und erleichtert war über die Ruhe im Raum, ist sehr schnell ernüchtert über den dumpfen Klang der Stimmen. Lauter zu sprechen ist fortan zwar notwendig, strengt aber erheblich an – und hilft nicht wirklich.

Was schon für Normalhörende anstrengend ist, das wird für Schwerhörende oder für Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind, zur BARRIERE.

Zielvorgabe: barrierefrei

Um diese BARRIERE zu überwinden und Inklusion zu ermöglichen, empfiehlt die Norm: Elektroakustik.

Doch die ist nur ein Behelf. Eine optimale Lösung für „Personen mit einem erhöhten Bedürfnis nach guter Hörsamkeit“ (DIN 18041) ist Elektroakustik nicht. Erst der extreme Verlust der hohen Frequenzen durch starke Absorption macht den Einsatz von Elektroakustik unausweichlich.

Dabei muss man sich auch einmal vor Augen führen, was der Einsatz von Elektroakustik für diejenigen bedeutet, die auf Hörgeräte und solche Kommunikationshilfen angewiesen sind. So bedeutet die Sprachinduktion etwa, dass Sprachsignale von Mikrofonen mit einer gewissen Reaktionsträgheit (die Einschaltzeit) stets verspätet einsetzen. Zudem müssen die Betreffenden sich mit einem ständigen Wechsel der Hörsituation abfinden: Hier das direkte Hören einschl. Umgebungsgeräuschen, nämlich mit den eigenen Hörgeräten – dort aber das reine Sprachsignal.

Sprache ist stets energiearm

Ich verweise auf meinen Magazinbeitrag, speziell zum Thema „Sprache“ – und möchte deshalb hier nur knapp anreißen:

Sprache lebt – entgegen überwiegend anders lautenden Behauptungen – ALLEIN von energiearmen und mindestens mittelfrequenten, im Wesentlichen aber hochfrequenten Lautbildungen, die im Mundraum moduliert werden.

Relevanter für das Verständnis – wenn jemand auf Bitten hin das Gesagte noch einmal wiederholt – ist, dass man das Gesagte noch einmal gehört wird, das Gehirn also die Sprachbotschaft noch einmal nach bekannten Mustern absuchen kann.

Die schwachen Zisch-, Rausch- und Klicklaute ebenso wie die Plosive*, die im Mundraum gebildet werden, können durch lauteres Sprechen energetisch kaum verstärkt werden. Tatsächlich profitiert Sprachkommunikation vor allem von einer ausgeprägt disziplinierten Aussprache. Deutlicher, klarer, besser verständlich hingegen wird in der Wiederholung selten gesprochen, gern aber lauter.

Mundraum und Kehlkopf: wo Sprache gebildet wird
Sprache wird im Mundraum gebildet – und ist somit immer energiearm

Die energetische Schwäche der kommunikationsrelevanten Lautbildungen ist, weshalb wir Sprachklarheit nicht dadurch erreichen, dass man sich auf den Direktschall stützt. Genau dieses jedoch – der reine Direktschall – ist das Ideal der Norm (DIN 18041) für durchschnittlich große Klassenräume und Besprechungsräume. So geht aus DIN 18041 ausdrücklich hervor, dass der Direktschall des gesprochenen Wortes bis zu einer Hördistanz von 8 Metern vollkommen ausreiche.

Inklusion braucht nicht Induktion

Tatsächlich reicht regelmäßig der Direktschall bei ruhiger Sprechweise über eine Distanz von 3 bis max. 4 Metern. Das ist auch allen Personen bekannt, die in der einen oder anderen Weise regelmäßig und ursächlich mit Sprache umgehen. Nichts anderes geht aus Fachgesprächen mit aller Regelmäßigkeit hervor.

Das ReFlx®System – derweil es einerseits erst einmal den Räumen das größte Störpotenzial entzieht – verstärkt andererseits genau jene höheren, also die ohnehin energiearmen Sprachanteile. Jedoch rein passiv: ohne Elektroakustik! Ohne Strom und ohne Wirksamkeitseinbußen: Das ReFlx®-System wirkt immer + sofort, bedarf keinerlei Wartung und ist keinem Verschleiß unterworfen.

Obgleich das Reflx®-System so komplex + umfänglich wirkt, bedeutet mit dem ReFlx®-System ‚inklusiv‘ jedoch nicht: exklusiv. Sondern Standard! Weil das ReFlx®-System die effektivste Entstörung eines Raumes UND zugleich die effektivste Stärkung der höheren Frequenzen in einem Zuge leistet, deshalb ist das ReFlx®-System zugleich kostengünstig.

in ALLEN Räumen: blanke RAUMKANTEN stören

Insbesondere für Kommunikationsräume, aber auch für Räume in Mischnutzung ist es wichtig, die Raumkanten nicht nur zu entstören, sondern sich genau dieses Kantenvolumen zu erschließen, um nützliche Schallanteile zu verstärken. Solche Räume in Mischnutzung sind z. B. kleinere Mensen, die auch für Versammlungen genutzt werden, oder sind Foyers, die auch für Empfänge und Feiern mitgenutzt werden, oder, oder… –

Auf diese Weise verliert die alte Mär vom Nachhall gänzlich ihren Zauber:

Nachhall ist auch für Personen mit Hörschädigung ein zweitrangiges Kriterium. Denn ein klares und zeitlich nur leicht versetztes Signal, das die Reflexion einbringt, nutzt das Gehirn zusätzlich zur Entschlüsselung von Sprache konstruktiv. Durchaus anderen Behauptungen aus der Fachbranche zum Trotz: Auch von Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind. Und insbesondere dann, wenn zugleich weniger störende Überlagerungen präsent sind.

ECHTE Inklusion ist sooo einfach

• • • • • • •

* Selbst in der Fachliteratur taucht immer wieder der Begriff „Explosivlaut“ auf. Der ist sachlich falsch und fachlich nichts. Wenn Wörterbücher den „Explosivlaut“ sehr wohl listen, dann rein resignativ gegenüber Umgangssprache. Korrekt ist der Begriff „Plosiv“.

(entnommen: WAHRIG – Deutsches Wörterbuch; Bertelsmann 2011)
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Was ist Sprache?

Vor allem ist Sprache ein Missverständnis – wann immer Sprache gleichgesetzt wird mit Stimme. Sprache ist eine Form der Kodierung, die mit den Stimmlippen – und also mit Stimme und Tonhaftigkeit – nichts zu tun hat. Und zwar tatsächlich: rein gar nichts.

Mit dieser Ansicht oute ich mich möglicherweise als wenig weltgewandter Europäer: „Als Tonsprache wird eine Sprache definiert, in der jede Silbe eine distinktive Tonhöhe oder einen distinktiven Tonhöhenverlauf besitzt […].Sehr viele Sprachen der Erde, vielleicht sogar die Mehrzahl der Sprachen, sind Tonsprachen in diesem Sinne. Unter den europäischen Sprachen findet sich jedoch keine Tonsprache […].“ (Pétursson/Neppert: Elementarbuch der Phonetik; Helmut Buske Verlag 2002 – Seite 158)

Und so bleibe ich erst einmal in unserer Sprache.

Norm setzt falsche Schwerpunkte

Wenn bei Nocke zu lesen ist: „Die stärksten Frequenzanteile gesprochener Sprache liegen zwischen 300 Hz und 500 Hz“ , dann lässt sich zumindest nicht sagen, das sei, bezogen auf die Lautstärke, falsch (Chr. Nocke: Raumakustik im Alltag; Beuth Verlag 2019 – Seite 25):

die gemessenen spektralen Verteilungen der Lautheiten betreffen die Stimmsprache

‚Renz Solutions‘ hatte einmal in einer aus den Nuller-Jahren stammenden Publikation die Lautheiten der sprachlichen Äußerungen nach Frequenzen und nach Geschlechtern aufgeschlüsselt (siehe oben: Grafik). Man kann demnach eine besondere Lautheit der Sprache zwischen 200 und 630 Hz feststellen.

Das Problem jedoch ist, dass der Kodierungswert der Sprache in diesen Frequenzen kaum, nämlich sehr gering stattfindet. Indem ich mehrere Darstellungen zur frequenziellen Einordnung von Lauten zusammenführt habe, zeigt sich bereits ein etwas anderes Bild. Die Nutzung mehrerer Quellen hat es mir ermöglicht, in einer eigenen Darstellung mehr Lautbildungen zu zeigen.

wo Sprache erwacht:

die Verteilung der Laute nach Frequenzen und durchschnittlichen Lautheiten

Wenn es nun bei Nocke auch heißt: „[…] der für die menschliche Sprach-Kommunikation wichtige Bereich von 200 Hz bis 2.000 Hz“ (Chr. Nocke: Raumakustik im Alltag; Beuth Verlag 2019 – Seite 25), dann fällt damit nicht nur gut die Hälfte der sprachlichen Kodierungen unter den Tisch, weil sie oberhalb von 2.000 Hz stattfinden. Sondern insgesamt ist die bisherige Einordnung der Laute auch unvollständig bis fehlerhaft.

3 Beispiele mögen das verdeutlichen:

m und n: Beide Laute sind sog. „stimmhafte“ Konsonanten – ebenso wie alle Vokale stimmhaft sind. Aber obwohl der Mund beim „m“ geschlossen, beim „n“ leicht geöffnet ist, unterscheiden sich beide Laute nicht wirklich voneinander. Sondern vielmehr gewinnen sie ihren Ausdruck erst im Zusammenhang mit einem Vokal. Egal, ob stimmhaft gesprochen oder geflüstert: Beide Konsonanten sind genau genommen bei 200 Hz fehlerhaft eingeordnet. Geräusche im Übergang zu Vokalen prägen beide erst zu eindeutigen Buchstaben aus.

beide ‚th: Das scharfe ‚th‘ (z. B. englisch ‚thumb‘ oder ‚theatre‘) ist korrekt bei den sehr hohen Frequenzen eingeordnet, weil es als „harter“ Lispel-Laut ein Mittelding zwischen Zisch- und Rauschlaut ist. Das weiche ‚th‘ (z. B. englisch ‚those‘ oder ‚together‘) beinhaltet – vergleichbar „m“ oder „n“ – überhaupt keine Kodierung. Erst im Zusammenspiel mit Vokalen wird daraus eine Lautbarkeit. Diese Lautbarkeit jedoch ist getragen von den Obertönen, nicht hingegen von der Stimme. Das weiche ‚th‘ gehört also ebenfalls nicht bei ca. 200 Hz eingeordnet.

energiearme Sprachlaute

alle Vokale – a, e, i, o, u: Nicht nur die Tatsache, dass man Vokale auch flüstern kann, deutet darauf hin, dass sie in der Stimme nicht kodieren. Sondern es ist auch die Tatsache, dass bei gesperrtem Mund die Vokale sämtlich nicht unterscheidbar sind. So lässt sich bei fixiertem Unterkiefer die Mundhöhle nicht formen und Modulation mit der Zunge fast gar nicht umsetzen. Es wird deutlich, dass der Kodierungswert auch der sog. Vokale erst über den Mundraum, und somit in den Obertönen moduliert wird.

So wird nicht nur deutlich, dass die gesamte sprachliche Kodierung von den Obertönen getragen wird – d. h. in den oberen Mittenfrequenzen und in den hohen Frequenzen stattfindet und stets energiearm ist…

Beispiel einer nachgerüsteten, vollflächig bedämpfenden Decke (Detail)

… sondern auch, dass die Phonetik in einigen Details einen verzerrten Blick auf Sprachbildung und Sprachlaute bietet.

WEIL nun aber die sprachliche Kodierung so essenziell abhängig ist von den oberen Mitten- und den hohen Frequenzen, deshalb sind vollflächig bedämpfende Decken auch stets nachteilig für die Kommunikation. Das gilt schon in durchschnittlich großen Kommunikationsräumen wie etwa Klassenräumen. Und das gilt erst recht dort, wo wegen – hingegen nicht „zugunsten“ – der Inklusion besonders stark bedämpft wird.

Absorption zerstört Sprache

DIN 18041:2016-03 jedoch empfiehlt ausdrücklich: „Da bei Räumen mit einem Volumen bis ca. 250 m3 keine Gefahr zur akustischen Überdämpfung besteht, kann hier eine vollflächig schallabsorbierende Decke in Kombination mit einer ebenfalls schallabsorbierenden Rückwand eingesetzt werden.“ (DIN 18041:2016-03; 5.4 – Positionierung akustisch wirksamer Flächen)

Und die Folge dieser raumakustischen Alltäglichkeit ist… ?

… dass die Räume dumpf klingen und sowohl Sprache und auch Musik in den Höhen beschneiden und detailarm wiedergeben. Dem gesprochenen Wort fehlt die Plastizität. Aber aufgrund der Energiearmut auch die nötige Reichweite – schon in einem normalgroßen Klassen- oder Besprechungsraum.

Und hier darf auch ein anderes Thema nicht unerwähnt bleiben: der Spracherwerb in KiTas. Sprache lernen ist kaum irgendwo so grundlegend wichtig, wie für Kinder im KiTa-Alter.

Zugleich ist die Klarheit von Sprache sehr gering, wo man „im Zweifelsfall“ (DIN 18041) mit Absorption großzügig umgeht. Denn dann ist das gegenseitige Verstehen davon abhängig, dass Hörende sich aus den Lautfragmenten Wörter und Sätze vervollständigen können. Zum einen leidet darunter die Konzentration, je weniger die Dekodierung unterbewusst und ohne Anstrengung abgearbeitet wird. Zum anderen erfordert das eine bereits hohe sprachliche Kompetenz in der gehörten Sprache.

… oder Sprache zu verstehen, gelingt ohnehin nur noch bruchstückhaft, wenn der Hörsinn in der einen oder anderen Weise beeinträchtigt ist.

Schon etwa ab der Mitte solcher Räume (z. B. durchschnittlich großer Klassenräume, mit bis zu 250 m3 Raumvolumen) reicht der Direktschall bei Weitem nicht mehr aus, um für einen klaren sprachlichen Austausch überall im Raum mit der nötigen Reinheit und Transparenz vernommen werden zu können.

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Barrierefrei: „Ich versteh‘ Sie gut!“

sagt einer der beiden Jungen, die auf Hörgeräte angewiesen sind – und lobt indirekt den Raum als barrierefrei. Anlässlich der Inklusion wurde in Raum 1002 der Gesamtschule Waltrop das ReFlx®-System installiert. Nun kann der Junge gut darauf verzichten, seine Mikrofonanlage zu benutzen.

Hochinteressant und aufschlussreich war meine Hospitation in diesem Raum während Unterricht und Wochenabschlussstunde (WAS). Für die Sprachverständlichkeit allemal, bot die WAS auch Aufschluss zum Thema „Lärm“. Denn die WAS ist nicht nur Rückschau und Besprechung von Problemen oder Geplantem. Sie ist auch bisweilen emotional hoch aufgeladen – mal positiv, mal negativ.

ReFlx®: barrierefrei in der Grundausstattung

So zeigten sich im Rahmen der Besprechungen während der WAS die einen oder anderen Schülerinnen oder Schüler aufgewühlt oder erregt, so dass die Diskussionen streckenweise für einige Unruhe sorgten

Besonders aufschlussreich aber war eine Woge der Freude und Begeisterung. Wegen des in der folgenden Woche anstehenden Wandertages brandete kurz aber laut der Jubel auf. Dennoch wurde daraus kein schriller und belastender Lärm, sondern blieb einfach für den kurzen Moment ein lautes Ereignis.

Woge der Begeisterung erdrückt nicht lärmend

Als ich zum Schulschluss den Pädagoginnen gegenüber meinen Eindruck beschrieb, da bestätigten mir beide Klassenlehrerinnen: „Wie Sie das schildern, das deckt sich ganz mit unseren Erfahrungen hier und in anderen Klassenräumen. Hier haben wir keine Probleme mehr mit Lärm. In anderen Klassen gelangt man oft schon nach zehn, fünfzehn Minuten an seine Grenzen.“

barrierefrei dank ReFlx®-System: Raum 1002, Gesamtschule Waltrop

Anlässlich der Inklusion eines Jungen, der Hörgeräte trägt, war die Ausstattung mit dem ReFlx®-System ausgelöst worden. Bereits kurz nach Start des Schuljahres wurde ein weiterer Junge derselben Jahrgangsstufe dieser Klasse, konkret diesem Raum 1002 zugeordnet. Dieser Junge ist ebenfalls Hörgeräte angewiesen, hat darüber hinaus aber ein Mikrofon, das Lehrkräfte sich einfach umhängen können. Sprechen sie, wird automatisch das Sprachsignal induktiv in die Hörgeräte dieses Jungen eingespielt.

„Mir ist aufgefallen“, sprach eine der beiden Pädagoginnen den Jungen nun auf die zurückliegende Woche an, „dass Du mir das Mikrofon gar nicht immer gegeben hast.“ „Ja“, räumte der Junge unumwunden und unberührt ein, zuckte lapidar mit einer Schulter: „Hab ich einfach vergessen.“
„Schämst Du Dich denn, es mir dann noch zu geben? Wenn Du bemerkst, dass Du es vergessen hast?“ hakte die Lehrerin nach.

„Nein, ich schäm’ mich nicht“, gab der Junge spontan zurück. „Aber wenn ich es doch nicht brauche…“

Mikrofonanlage überflüssig

„Verstehst Du mich denn trotzdem gut?“ schien sich die Lehrerin nicht sicher, ob es richtig sei, ihrerseits keine Initiative zu zeigen. „Ja“, gab der Junge ganz selbstgewiss zurück, „ich versteh’ Sie gut. … und dann muss ich Ihnen das Gerät ja nicht geben.“

barrierefrei: das ReFlx®-System sorgt für beste Sprachverständlichkeit

In einem anderen Klassenraum war dem Jungen das trotz seiner Sprechanlage nicht gelungen. Deshalb hatte man ihn bereits zu Anfang des Schuljahres in diesen Raum umgruppiert

Das deckt sich übereinstimmend damit, dass auch der andere Junge (von vornherein ohne Sprechanlage, allein auf seine Hörgeräte angewiesen) nur mit seinen Hörgeräten dem Unterricht ohne Beeinträchtigungen folgen kann. Der Raum ist dank des ReFlx®-Systems zweifelsfrei BARRIEREfrei: ohne Elektroakustik, allein aus der passiven Ausstattung des Raumes heraus.

Impulsmessungen zeigen sehr deutlich, weshalb das möglich ist und wie sich das Reflx®-System auswirkt. Schaubilder zeigen in Frequenzverläufen und Schallintensitäten deutlich, wie durch die Installation des REIN PASSIVEN ReFlx®-Systems gerade der höhere mittlere und der hohe Frequenzbereich mit einer bisher einmaligen Gleichmäßigkeit auf ein höheres Niveau verstärkt wird. Durch die Verstärkung und Klärung der für Sprache so relevanten Frequenzen kann sogar die Inklusion vollumfänglich bedient werden.

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ReFlx®-System: neue Sicht auf Inklusion

Ein Hörgerät allein macht’s noch nicht. Auch der Raum muss mitspielen. Der Raum entscheidet, ob Inklusion gelingt, nicht Elektroakustik.

So sagt etwa die selbstständige Hörgeräteakustik-Meisterin Ursula Schreier (Velbert-Langenberg): „Was an höheren Frequenzen durch Absorption erst verloren ist, das kann auch das teuerste Hörgerät nicht zurückholen.“

Anders geht ‚Raumakustik Premium‘ die Inklusion an: nämlich mit dem ReFlx®-System. Mit dem Resultat, dass Schüler, die individuelle Hörgeräte tragen, nun ohne elektroakustische Anlagen vollumfänglich am Unterricht teilnehmen können.

Jedoch vertritt man in DIN 18041 die Ansicht, dass Inklusion noch mehr Absorption bedürfe, als ohnehin für Klassenräume empfohlen. An so viel Absorption geht dann die Sprachverständlichkeit erst recht zugrunde. Die Räume sind dumpf und erschweren die sprachliche Kommunikation sogar erheblich.

Das mag auch damit zu tun haben, dass man uns eine falsche Sicht auf die Sprache lehrt. Genauer: auf das gesprochene Wort.

ReFlx®-System entstört Räume…

Die meisten Konsonanten sind in Frequenzen abgebildet, die selbst die schlechtesten Absorber spielend verschlucken. Aber auch die so genannten Vokale – die „Stimmhaften“ – sind in Wahrheit stimmlos: Nicht die Tongebung über die Stimmlippen macht die Vokale unterscheidbar, sondern (genauso wie das für die Konsoanten gilt) die Formung von Mundraum sowie Lippen- und Zungenarbeit prägen die Vokale aus. Und so lassen sich dann zum Beispiel auch Vokale EINDEUTIG flüstern.

ReFlx-System in der Städt. Realschule Waltrop

ReFlx®-System hilft auch Schwerhörigen

Auch Vokale sind „eigentlich“ Hauchlaute – und also „Stimmlose“. Weil die Unterscheidbarkeit der stimmhaften Äußerung allein durch das im Mund gebildete Rauschen und die Drosselung des Austrittsluftstromes durch Mundformung entsteht (auch die Zunge ist daran beteiligt).
Der Unterschied zwischen „a“ und „i“ mag leicht suggerieren, dass es um Stimmhaftigkeit ginge, wenn sich beim „i“ die Stimme leicht zu heben scheint. Oder der Unterschied zwischen „a“ und „o“ mag suggerieren, der Unterschied zwischen diesen Vokalen liege in der Stimmhaftigkeit, wenn sich beim „o“ die Stimme senkt. Tatsächlich sind das Nebeneffekte, der nicht ursächlich zur Aussprache dieser Buchstaben gehören – und diese nicht ursächlich unterscheidbar macht.

… unterstützt energiearme Sprachanteile

Das genau ist der Grund, weshalb im Grunde die gesamte Sprache energiearm stattfindet.
Das ist aber auch der Grund, weshalb die energiearmen und höheren Frequenzen nicht durch Raum erstickt, verschlungen, absorbiert werden dürfen. Erst recht nicht, wenn der Hörsinn ohnehin schon beeinträchtigt ist und der sprachliche Austausch mindestens ein Problem, vielleicht eine nur mit Hörgeräten überwiedbare Barriere darstellt.

Für Inklusion: akustische Transparenz

Der RAUM muss die Möglichkeit bekommen, die energieärmsten sprachlichen Äußerungen zu unterstützen, zu verstärken. Dass heißt, dass bereits durch passive Maßnahmen (also ohne Elektroakustik) die energiearmen Sprachanteile verstärkt werden sollten.

Genau DAS macht das ReFlx®-System.

Von der herausragenden Sprachverständlichkeit profitieren auch Personen, die auf Hörgeräte angewiesen sind, in einem besonderen Maße.